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Das Phantom-Tor von Kießling sorgt weiterhin für Diskussionen. Die FIFA verweist auf die bestehenden technischen Möglichkeiten. Es gibt aber auch Gegner des Technik-Einsatzes.

Zürich. Im Fall des Phantom-Tors von Sinsheim hat der Fußball-Weltverband FIFA erneut auf die Endgültigkeit von Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters verwiesen und der Bundesliga zur Einführung der Torlinientechnik geraten. "Der Vorfall ist ein weiteres Beispiel, wie die Torlinientechnologie gerade den Schiedsrichtern eine große Hilfe sein kann, den richtigen Entscheid zu fällen, um damit für Fair Play in unserem Sport beizutragen", teilte die FIFA auf SID-Anfrage mit.

In seiner Stellungnahme mahnte der Weltverband ebenso zur Beachtung der Regel 5 seiner offiziellen Spielregeln, in der es heißt: "Die Entscheidungen des Schiedsrichters zu spielrelevanten Tatsachen sind endgültig. Dazu gehören auch das Ergebnis des Spiels sowie die Entscheidung auf Tor oder kein Tor."

Stürmer Stefan Kießling von Bayer Leverkusen hatte den Ball am Freitag während des Punktspiels bei 1899 Hoffenheim in der 70. Minute neben den Pfosten geköpft, durch ein Loch im Netz landete der Ball aber dennoch im Tor. Das komplette Schiedsrichter-Gespann um Brych übersah dies und gab den Treffer, der keiner war.

Schäfer gegen technische Hilfsmittel

Jamaikas Fußball-Nationaltrainer Winfried Schäfer hat sich im Fall des Phantom-Tors von Sinsheim klar positioniert und die Einführung von Torlinientechnik abgelehnt. "Eigentlich wäre ein Wiederholungsspiel die richtige Entscheidung", sagte der frühere Coach des Karlsruher SC am Rande der Verleihung der Herbert-Awards in Hamburg: "Aber man sollte jetzt nicht sagen, dass wir unbedingt eine Torkamera brauchen. So eine Torkamera ist doch eigentlich nur da, damit jemand Geld machen kann."



Stürmer Stefan Kießling von Bayer Leverkusen hatte den Ball am Freitag während des Punktspiels bei 1899 Hoffenheim in der 70. Minute neben den Pfosten geköpft, durch ein Loch im Netz landete der Ball aber dennoch im Tor. Das komplette Schiedsrichter-Gespann um Brych übersah dies und gab den Treffer, der keiner war.

"Das macht den Fußball doch aus, da geschehen immer wieder schöne und interessante Dinge. Und deshalb wird der Fußball nie zugrunde gehen", sagte Schäfer.

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