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Nach siebenwöchiger Verletzungspause will der Spanier zurück in die Mannschaft. Neben seiner Stammposition auf der Sechs sieht er sich auch als Kandidat für die Innenverteidigung.

München. Javi Martinez hat dem FC Bayern München zuletzt sieben Wochen lang wegen einer Leistenoperation gefehlt. Nach seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining brennt der 25-Jährige auf sein Comeback. Neben seiner Stammposition auf der Sechs sieht er sich auch als Alternative für die Innenverteidigung.

"Eine Elf braucht beides: Kämpfer, Arbeiter und auch die Techniker und Gestalter. Ich versuche das zu geben, was das Team braucht: wenn Kampf, dann Kampf, wenn Kurzpass, dann Kurzpass", sagte Martinez dem Kicker.

Wo er letztlich eingesetzt wird, überlasse er allein seinem Trainer Pep Guardiola: "Angriff oder Verteidigung - Hauptsache, ich bin einer der Elf. Ich kann beides, Abwehr und defensives Mittelfeld. Wir sprechen von der besten Mannschaft der Welt, da muss man zufrieden sein, egal, welchen Platz man in der Startelf bekommt."

Lahm auf der Sechs "eine Überraschung"

Der ehemalige Bilbao-Spieler kennt seinen Trainer bereits aus zahlreichen Duellen in der spanischen Liga mit dem FC Barcelona. Nichtsdestotrotz war es auch für ihn "eine Überraschung", als Guardiola Philipp Lahm erstmals im defensiven Mittelfeld aufgeboten hat. Der habe das allerdings "sehr gut" gemacht.

Möglich, dass er selbst bald auf einer ungewohnten Position zum Einsatz kommt. Guardiola zeigte sich jedenfalls erfreut über die Vielseitigkeit des Rückkehrers: "Javi kann überall spielen, in der Innenverteidigung, auf der Sechs allein oder auf der Doppel-Sechs. Gegen Chelsea hat er wie ein Stürmer gespielt. Ich bin froh, dass wir ihn haben."

Seit zwei Jahren Schmerzen

Martinez offenbarte, dass er schon lange vor seiner OP mit Beschwerden zu kämpfen hatte: "Ich spielte schon für Bilbao mit Adduktorenproblemen. Das hätte sich damals verschlimmern können, aber so bin ich: Ich denke nicht an mich, sondern an die Mannschaft."

Der Eingriff nach dem europäischen Supercup gegen den FC Chelsea, in dem er die Mannschaft mit seinem Last-Minute-Tor ins siegreiche Elfmeterschießen brachte, bereut er rückblickend nicht: "Ich hätte auch jetzt weiterspielen können, aber vielleicht wäre es noch schlimmer geworden. Die Ärzte entschieden sich daher zur OP, auch weil es vom Kalender her vielleicht jetzt der beste Moment war."

Mit 43 Pflichtspieleinsätzen trug Martinez in der Vorsaison maßgeblich zum Triple-Gewinn des FC Bayern bei. In dieser Spielzeit hat der Defensivspezialist aufgrund seiner Operation erst drei Einsätze über insgesamt 81 Minuten absolviert. 

EURE MEINUNG: Kann sich Martinez wieder einen Stammplatz erkämpfen? Wenn ja: Wo und für wen?

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