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Nach Phantomtor: Rudi Völler bricht Lanze für Stefan Kießling

Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler hat seinen Stürmer in Schutz genommen. Der wurde nach seinem "Treffer" gegen Hoffenheim angefeindet.

Leverkusen. Stefan Kießling von Bayer Leverkusen musste nach seinem Phantom-Tor harte Kritik von Fans und Experten einstecken. Besonders im Internet wurden harte Anfeindungen gegen den 29-Jährigen laut. Sportchef Rudi Völler hat seinen Stürmer nun in Schutz genommen und zur Ruhe aufgerufen.

"All die Schlaumeier, die auf Kießling rumhacken, sollten in den Spiegel schauen und mal auf dem eigenen Hof kehren. Stefan hat noch nie eine Schwalbe gemacht. Ich kenne keinen anständigeren Spieler als ihn“, wird Völler in der Bild zitiert. "Stefan fühlt sich nicht wohl. Er ist stark angefeindet worden, nachdem die Bilder im Stadion gezeigt worden waren.“

Kießling wehrt sich gegen Pöbeleien

Auf seiner Facebook-Seite hat sich der Stürmer gegen die Pöbeleien und zum Teil anonymen Beleidigungen gewehrt: „Ich würde mir wünschen, dass einige, mit ein wenig Abstand noch mal auf ihren Kommentar schauen, ob diese Art der Beschimpfung und Pöbelei hier angebracht ist.“

Mit sachlicher Kritik an seinem Verhalten wird "Kieß“ aber leben müssen. "Es wäre ein Leichtes für ihn gewesen zu sagen, Schiedsrichter kein Tor. Dann hätten wir heute diese Diskussion nicht“, kommentierte der Ex-Schiedsrichter Hans-Joachim Osmers (pfiff 1994 Helmers Phantom-Tor) beim NDR. Mario Basler twitterte: "Der kießling sollte sich was schämen!"

Rangnick: Kießling wusste es ganz genau

Auch Ralf Rangnick suchte die Schuld ganz klar beim Leverkusener. "Alles, was direkt nach dem Kopfball passiert ist - die ganze Körpersprache, die ganze Gestik, die Mimik - deuten darauf hin, dass er klar gesehen hat, dass der Ball vorbei gegangen ist. Und ich denke, er hat eine große Chance vertan, wirklich auch was für Fairplay zu tun", so der Sportdirektor von RB Leipzig im "SWR".

Kießling "wusste ganz genau, dass der Ball vorbeigegangen ist". Der Angreifer hätte sich laut Rangnick ein Beispiel an Miroslav Klose nehmen sollen: Der Nationalstürmer hatte in der Serie A vor einem Jahr ein ungültiges Tor zugegeben und war dafür mit einem Fair-Play-Preis des DFB geehrt.

Hoffenheim hat gegen die Wertung der Niederlage Protest eingelegt und fordert ein Wiederholungsspiel.

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