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In der ersten Hälfte verfiel man in einen Halbschlaf, um dann mit einem Ruck wieder aufzuwachen. Am Ende macht Götze den Unterschied. Doch was war mit Robben?

NACHBERICHT
Für Goal in der Allianz Arena: Fabio Porta

Es war kein gewöhnliches Spiel des FC Bayern München gegen den FSV Mainz 05. Die erste Halbzeit erinnerte an die bisherigen Heimspiele, wie Trainer Pep Guardiola nach der Partie monierte: "Ich kann den Leuten doch nicht sagen, dass sie erst zur zweiten Halbzeit herkommen sollen", erklärte der Trainer nach der Partie. Nach dem Seitenwechsel wurde umgestellt, der entscheidende Impuls kam allerdings von der Bank: Mario Götze.

Lustlos, ideenlos

Einige Spieler schienen noch bei der Nationalmannschaft zu sein, als das Spiel gegen die Rheinhessen angepfiffen wurde. Kein Einsatz, kein Biss, keine Leidenschaft. Einzig Thomas Müller ackerte und rannte, doch keiner zog mit. Von Schweinsteiger war nichts zu sehen, Kroos erwischte ebenfalls nicht seinen besten Tag. Guardiola hatte genug gesehen, stellte um und brachte Mario Götze.

Sein Start beim Triple-Sieger war alles andere als erfolgreich, Götze verletzte sich gleich und fiel lange aus. Die Bayern spielten sich ein, wussten zu gefallen und das ohne Götze. Man konnte die Kritiker bereits hören: "Das wird ein zweiter Podolski" - von wegen. Nach dem Seitenwechsel war es eine ganz andere Partie. "In der ersten Halbzeit sind wir nicht so gut durchgekommen, und dann kam Mario rein und hat uns sicherlich sehr viel geholfen. Irgendwie war es dann so, dass wir die Lücken besser gefunden haben. Wir waren auch abschlusssicher, was nicht jeden Spieltag der Fall war", lobte Thomas Müller seine Mannschaftskameraden.

Elegant und leichtfüßig sorgte er in den ersten Minuten nach der Pause mit seinen feinen Pässen für die Wende. Der 21-Jährige war sofort integriert und spielte vor allem mit Robben herrlich zusammen. Die schönste Szene des Spiels war das 2:1 – solche Kombinationen sind genau das, was Pep sehen will. Auch am dritten Tor war Götze beteiligt – damit drängt er gleich in die Startelf. Die Diskussionen, wer für Götze weichen muss, können also beginnen.



Robben meckert

Die Bayern haben also eine weitere schwierige Aufgabe gemeistert und dank der individuellen Klasse das nächste Spiel gewonnen. Doch auch im zweiten Durchgang war nicht alles "super, super" - es war die Situation beim Elfmeter: Arjen Robben nahm sich sofort den Ball und wollte ihn schießen. Guardiola machte an der Seitenlinie aber deutlich, dass ein anderer den Strafstoß schießen soll. „Ich hatte das Gefühl, dass ich der Elfmeterschütze bin, den der Trainer vorgesehen hat. So war es dann auch, über alles andere kann man nur spekulieren“, erklärte Müller weiter.

Robben war sichtlich angenervt, schlug den Ball weg und entfernte sich vom Punkt. Seine Mitspieler gingen auf ihn zu und kurz darauf hat sich Robben auch wieder beruhigt, dennoch sorgte diese Szene für Gesprächsstoff. Guardiola selbst stellte nach der Partie klar "Ich bin der Trainer" - Recht hat er. Robben sollte im Grunde wissen, wer die Elfmeter schießt und sich nicht – eigensinnig wie er manchmal eben ist – einfach das Leder nehmen. Es lässt sich darüber streiten, in welcher Art und Weise die Situation „gelöst“ wurde.

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