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Pep Guardiola: Der FC Bayern ist noch nicht gut genug

Guardiola ist noch nicht zufrieden: Nach der Länderspielpause will der Spanier vom Rekordmeister endlich auch in der heimischen Arena mitreißenden Fußball sehen.

München. Schalke 04. Manchester City. Bayer Leverkusen. Drei Auswärtsspiele, bei denen der FC  FC Bayern München das Publikum im Stadion und an den Fernsehern verzückte mit seiner Version von "Tiki-Taka". Mit diesem Begriff, der für schnelles Kurzpass-Spiel mit viel Ballbesitzanteil und Bewegung steht, kann Pep Guardiola nach eigenem Bekunden aber gar nichts anfangen: "Ich kenne die Bedeutung nicht", behauptete er am Freitag doch glatt.

Und davon mal ganz abgesehen: Der Trainer des FC Bayern ist unzufrieden. Seine Mannschaft habe bislang zu wenig guten Fußball in dieser Saison gezeigt. Vor allem in Heimspielen. "Bislang haben wir nur drei, vier gute Spiele über 90 Minuten gemacht", sagte er vor dem Heimspiel am Samstag gegen Mainz 05 (15.30 Uhr/Sky). Gut, das sei zu diesem Zeitpunkt der Saison normal, gab er zu, betonte aber auch: "Ich hoffe, wir können zu Hause bald besser spielen."

Hannover 96. ZSKA Moskau. VfL Wolfsburg. Die letzten drei Heimspiele des FC Bayern. Das Spiel gegen Hannover fand damals ebenfalls nach einer Länderspielpause statt, die Münchner quälten sich zu einem 2:0, danach setzte Sportdirektor Matthias Sammer zu seiner Dienst-nach-Vorschrift-Komfortzonen-Analyse an. Drei Tage später, gegen Moskau, überzeugte der FC Bayern zum ersten Mal in dieser Saison. Gegen Wolfsburg lief es dann wieder mau (1:0).

Mainz? "Laufstark und mit schlauem Trainer"

Und nun? Länderspielpause vorbei. Ein vermeintlich leichter Gegner. "Wir brauchen ein gutes Spiel zu Hause", betont Guardiola nun noch einmal, "ich hoffe, wir werden besser spielen als gegen Hannover". Denn, so erklärt er: "Wir hatten vor der Pause einen guten Rhythmus" und den "müssen wir schnell wiederfinden". Aber Achtung: Mainz habe einen "schlauen Trainer", sei zudem variabel und "sehr laufstark": "Es wird ein schwieriges Spiel."

Ein Spiel, in dem Xherdan Shaqiri fehlen wird. Der Schweizer fällt mit einem Muskelbündelriss vermutlich bis Ende November aus. Das sei "schade", sagt der Trainer, denn: "Für uns war er einer unserer absolut Besten, wenn er eingewechselt wurde, er hat immer etwas kreiert." Die anderen Spieler aber seien fit, versichert er, abgesehen mal von Thiago, "der noch ein bisschen Zeit braucht", und Javi Martinez, der so langsam wieder das Training aufnimmt.

Guardiola sagte am Freitag scherzhaft, eines Tages werde seine Mannschaft so gut spielen, dass sie seine Anweisungen nicht mehr benötige. Und damit dieser Tag bald kommt, kommt der FC Bayern nun einer Bitte seines Trainers nach: Auf dem Vereinsgelände sind in den vergangenen Tagen rote Plastikplanen aufgehängt worden. Damit soll der Trainingsplatz vor neugierigen Blicken geschützt werden. "Wir brauchen ab und zu ein bisschen Ruhe", sagt Guardiola.

Bislang war der Trainingsplatz von einem Hügel am Rande des Geländes an der Säbener Straße einzusehen, Guardiola erklärt, man habe ihm gesagt, dort hätten oft die ganze Woche "Spione" anderer Vereine gestanden. Also - keine Rückschlüsse mehr. Etwa darauf, ob Philipp Lahm am Samstag spielt. Wenn er spielt, das hat Guardiola am Freitag klargestellt, "dann spielt er auf der Sechs." Ob mit oder ohne Lahm: Das Heim-Publikum soll endlich verwöhnt werden.

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