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Der Schalke-Trainer hält Platz vier aktuell für das Maximum. Zudem räumte der 42-Jährige eine hohe Abhängigkeit von Stars wie Boateng, Draxler oder Farfan ein.

Gelsenkirchen. Trainer Jens Keller hält nicht zuletzt aufgrund der Verletzungssorgen beim FC Schalke 04 ein besseres Abschneiden als Rang vier für utopisch. Der 42-Jährige gesteht zudem eine große Abhängigkeit von seinen Stars Kevin-Prince Boateng, Julian Draxler und Jefferson Farfan ein.

"Die Erwartungshaltung ist einfach riesig. Man möchte unter den Topteams dabei sein, aber wir haben nicht den Kader, um momentan mit Bayern, Dortmund und Leverkusen mithalten zu können", sagte Keller im Interview mit Sport Bild.

"In der Breite sind wir nicht so aufgestellt wie die Top Drei, dazu kommen die Ausfälle. Und wir haben viele junge Spieler, die einfach Zeit brauchen", führte der Coach aus. Mit der Entwicklung der letzten Wochen ist Keller allerdings nicht unzufrieden: "Fußballerisch sind wir noch nicht da, wo wir hinwollen. Aber von den Punkten ist der Trend positiv."

Boateng-Kauf keine Kurskorrektur

Der gebürtige Schwabe wehrte sich gegen die öffentliche Wahrnehmung, wonach die späte Verpflichtung von Kevin-Prince Boateng eine Reaktion auf schlechte Transfers des Frühsommers gewesen sei: "Wir mussten handeln, weil wir mit Bastos einen erfahrenen Spieler verloren haben, den wir voll eingeplant hatten."

Keller verteidigte zudem den eingeschlagenen Kurs, auf junge Spieler zu setzen. Besonders Max Meyer und Leon Goretzka hätten ihn bislang alles andere als enttäuscht: "Sie wurden nicht überschätzt, aber so schnell geht es auch wieder nicht, dass sie gleich die Bundesliga und die Champions League aufmischen."

Abhängig von Star-Trio

Keller räumte allerdings ein, dass die Leistung der Mannschaft aktuell noch von der Form der Stützen Boateng, Draxler und Farfan beeinflusst wird: "Ja, wir sind von ihnen abhängig. Das sind aber fast alle Teams. Nehmen Sie mal in Leverkusen Kießling und Son weg, dann weiß ich nicht, ob die dort stehen würden, wo sie heute stehen."

Die für das Champions-League-Spiel gegen den FC Basel zu Monatsbeginn ausgesprochene Suspendierung von Jermaine Jones verteidigte der 42-Jährige: "Es war eine Summierung von verschiedenen Dingen. Sportlich und auch sonst. Danach haben wir intensiv mit ihm geredet. Jetzt ist er wieder dabei, und es liegt an ihm, wie es weitergeht."

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