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Der Manager der Bremer hält nichts von ungelernten ehemaligen Profis in Führungspositionen. Dabei spricht er aus Erfahrung.

Bremen. Thomas Eichin, Geschäftsführer Sport beim SV Werder Bremen, empfiehlt Fußballprofis, sich bei ihrer Planung nach der Profikarriere "Zeit zu lassen und strukturell vorzugehen". Von einem sofortigen Wechsel vom Profiplatz auf den Geschäftsführerposten hält er nichts.

"Nimm dir die Zeit und setz dich nicht sofort auf den Chefsessel", sagte Eichin auf dem 9. SPONSORs Clubmanager Summit in der Leverkusener BayArena: "Das ist oft ein probates Mittel von Präsidenten oder Clubbesitzern, ehemalige Weltmeister zu engagieren, weil es sich in der Bild-Zeitung besser liest. Drei Monate später ist man dann schlauer." Der Bremer Sportchef rät daher: "Geht lieber den etwas steinigen Weg, davon werdet ihr hinterher profitieren."

Eichin spricht aus eigener Erfahrung

Eichin weiß wovon er spricht. Als er 1996 im Management beim Fußballbundesligisten Borussia Mönchengladbach begann, musste er damals ganz unten anfangen. "Ich hatte damals das Glück, dass Rolf Rüssmann meinen Vertrag nicht verlängern wollte und die geniale Idee hatte, mich als Marketing-Assistent einzustellen", erinnert er sich. Eichin fing also unter dem jetzigen Geschäftsführer des VfL Wolfsburg, Thomas Röttgermann, und dem heutigen Hertha-Geschäftsführer Ingo Schiller im Marketing der Borussia an. "Ich habe zwei Monate vorher noch Europapokal gespielt und dann Autogrammsätze zusammengestellt, Tickets verkauft und Inventur gemacht", sagte Eichin.

Und weiter sagt der Werder-Geschäftsführer: "Es ist sehr wichtig zu wissen, was zu tun ist. Ich hatte zwei Jahre Lehrzeit. Es ist ein Fehler, wenn Spieler relativ schnell in Positionen kommen, wo du nicht weißt was unten getan werden muss. Deswegen war der Schritt bei mir eher gleitend und am Ende fiel mir der nächste Schritt leichter."

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