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Polak reagierte verärgert auf die Vorwürfe, die Wolfsburger würden zu wenig Leidenschaft zeigen. Vom Klischee des "geldgeilen" Profis hält er nichts - absolut gar nichts.

Wolfsburg. Eine 0:2-Pleite ausgerechnet gegen den bis dahin sieglosen Aufsteiger Eintracht Braunschweig - und dann noch im eigenen Stadion: Die Fans des VfL Wolfsburg schäumten nach dem Desaster am achten Spieltag der Bundesliga und ließen ihrem Unmut freien Lauf. Den Spielern wurde mangelnde Leidenschaft angekreidet, nun stemmt sich Jan Polak vehement dagegen.

"Immer wieder diese Vorwürfe zu hören, das ist nicht gut für den Kopf", erklärte der 32-Jährige gegenüber der Wolfsburger Allgemeine Zeitung: "Wir sind nicht die Scheiß-Millionärs-Truppe. Dass wir gegen Braunschweig verloren haben, lag doch nicht am Geld. Das lag einzig und allein daran, dass wir schlecht gespielt haben."

Die bekannten Stereotype würden Polak deshalb "unheimlich nerven. Es heißt immer, in Wolfsburg sind nur die Spieler, die Geld verdienen wollen - ein bisschen Fußball spielen, ansonsten haben sie viel Spaß."

"Wir sind da, um Leistung zu bringen"

Zwar bekomme man beim VfL teils höhere Gehälter, zwangsläufig entsteht dadurch allerdings eine größere Verantwortung, so Polak. "Dann hat man die gleiche Situation wie in Anderlecht oder Nürnberg, wo ich schon gespielt habe. Dann muss und will man Leistung bringen für dieses Geld. Man hat eine Verpflichtung - auch Volkswagen gegenüber", urteilte der Tscheche.

Zu selten brachten die Wölfe in dieser Saison ihre Leistung, weshalb die vermeintlich ausschließlich am Geld interessierten Profis in der Kritik stehen. Mit neun Punkten aus acht Spielen steht Wolfsburg derzeit auf dem enttäuschenden 14. Platz. Polak stellt jedenfalls klar: "Wir sind da, um Leistung zu bringen."

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