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Der DFB-Präsident positioniert sich klar gegen die Mehrfach-Strafe bei Notbremsen im Strafraum. Niersbach kündigt an, sich für eine Regeländerung stark machen zu wollen.

Köln. Nach den Platzverweisen für die Abwehrspieler Mats Hummels (Borussia Dortmund) und Ragnar Klavan (FC Augsburg) am achten Spieltag der Bundesliga hat sich DFB-Präsident Wolfgang Niersbach gegen eine Mehrfach-Bestrafung von Spielern nach einer Notbremse im Strafraum ausgesprochen.

"Diese Dreifach-Bestrafung ist eine der größten Ungerechtigkeiten des Regelwerks. Damit können auch große Spiele kaputt gemacht werden", sagte Niersbach der Bild.

Dabei verwies der 62-Jährige auf das Champions-League-Finale 2006, als Arsenal-Torwart Jens Lehmann nach wenigen Minuten wegen einer Notbremse im Spiel gegen den späteren Sieger FC Barcelona vom Platz gestellt wurde.

"Wir bleiben an dem Thema dran" 

Niersbach hält die Summe der Strafen für überzogen. So muss das betroffene Team einen Elfmeter, die Rote Karte sowie die anschließende Sperre des Spielers in Kauf nehmen. Niersbach will sich weiter für eine Regeländerung stark machen: "Wir geben nicht auf, wir bleiben an dem Thema dran."

Nationalverteidiger Hummels war bei der 0:2-Niederlage von Vize-Meister Borussia Dortmund bei Borussia Mönchengladbach am Samstag nach einem Foulspiel im Sechszehnmeterraum vom Platz geflogen.

Den folgenden Strafstoß verwandelte Max Kruse zur Führung. Der FC Augsburg geriet beim 1:4 beim FC Schalke durch Klavans Platzverweis auf die Verliererstraße.

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