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Nach Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge meldet sich Philipp Lahm zu Wort. Sammer solle Kritik künftig intern kommunizieren - sonst sei dessen Glaubwürdigkeit in Gefahr.

München. Philipp Lahm, Kapitän des FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft, hat die Art und Weise öffentlicher Kritik im Fußball bemängelt. Dabei rügt er Sportvorstand Matthias Sammer für dessen Wutrede nach dem 2:0-Erfolg über Hannover 96.

Zumindest kann man die Aussagen des 29-Jährigen im Rahmen des Artikels "Wenn sie ausrasten" aus der Zeit in diese Richtung deuten. In dem Bericht wird das emotionale Verhalten von Trainern und Funktionären untersucht.

Wenn jemand das Bedürfnis habe, die Leistung der Mannschaft zu kritisieren "dann soll der das doch bitte intern machen", so Lahm. Sammer kritisierte die "lethargische" Vorstellung des Rekordmeisters öffentlich als "Dienst nach Vorschrift".
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Öffentlichkeit der falsche Weg

Dem Defensivspieler zufolge sollte der Gang vor die Journalisten gut überlegt sein: "Es dauert, bis man ein Gefühl dafür entwickelt, wann der richtige Zeitpunkt für diese Form gekommen ist und in welchem Ton man das macht", sagt Lahm.

Man dürfe sich nicht zu sehr von Gefühlen leiten lassen. "Im Moment der Kritik muss man seine Emotionen zurückhalten können. Wenn der Chef zu emotional ist, dann verliert der irgendwann. Dann ist er nicht mehr so glaubwürdig."

Abschließend stellt er klar, dass Aussagen, die vor laufenden Kameras fallen, für die Mannschaft nur wenig relevant seien.

Sammer: "Alles kein Problem"

"Für uns Profis spielt das, was die Verantwortlichen in der Öffentlichkeit sagen, nicht die ganz große Rolle", bestätigt Lahm. Und hat noch einen Tipp an die Funktionäre: "Ein guter Trainer und Kapitän moderiert, er diktiert nicht. Schon gar nicht mithilfe der Öffentlichkeit."

Sammer gab sich am Dienstag vor dem Abflug nach Manchester zum Champions-League-Showdown gegen City zumindest äußerlich gelassen. "Alles in Ordnung, alles kein Problem", sagte er dem SID. Ruhe scheint beim FCB jedenfalls nicht so schnell einzukehren.

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