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Özil und Gündogan sind heute große Stars auf der Fußballbühne. Leverkusen hatte einst nicht den Mut, die beiden Talente zu verpflichten. Das bestätigen Holzhäuser und Völler.

Leverkusen. Bayer Leverkusen hat in den vergangenen Jahren trotz bereits erzielter Einigungen auf die Verpflichtungen der späteren Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan verzichtet. Dies verriet der scheidende Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser an seinem letzten Arbeitstag im SID-Interview.

"Das sind natürlich zwei Fälle, bei denen ich mich ärgere, dass ich nicht den Mut gehabt habe", gestand der 63-Jährige. Mit Özil, im Sommer für 50 Millionen Euro Ablöse von Real Madrid zum FC Arsenal gewechselt, sei man sich 2008 bereits einig gewesen. Gegenüber der Bild bestätigte nun auch Rudi Völler, dass Özil "zu teuer" gewesen sei. Bereuen würde er aber nichts: "Wir können ja nicht alle Spieler holen, für die wir uns interessieren."

"Über ihn gab es aber seinerzeit Negativ-Schlagzeilen, weil Özils damaliger Schalker Trainer Mirko Slomka seinen Ärger über Vertragsverhandlungen öffentlich gemacht hatte", berichtete Holzhäuser: "Ich habe damals gesagt: Leute, fünfeinhalb Millionen für einen 18-jährigen Jungen, der jetzt schon Ärger mit seinem Trainer hat und angeblich Millionen fordert? Warten wir doch erst einmal ab, was aus ihm wird."

Schürrle-Transfer schließt Gündogan aus

Auch im Fall von Gündogan sei Bayer 2011 mit dem Spieler sowie dessen Verein 1. FC Nürnberg einig gewesen. "Wir haben ihn aber letztlich nicht genommen, weil Andre Schürrle teurer wurde als zunächst gedacht", äußerte Holzhäuser: "Da hatte ich dann nicht mehr den Mut, noch einmal fünfeinhalb Millionen für Gündogan in die Hand zu nehmen."

Seine beste Entscheidung sei allerdings die gewesen, den heutigen Bundesliga-Torschützenkönig Stefan Kießling 2006 aus Nürnberg zu holen. "Fünf Millionen Euro für ihn war damals eine Menge Geld", sagte Holzhäuser, der seit 15 Jahren an vorderster Front für Bayer tätig war.

"Ich habe ihn gegen viel Widerstand und öffentliche Häme durch unsere Gremien durchgedrückt. Diese Entscheidung war goldrichtig. Dass ihn die Medien, die Stefan damals als teuerste Nürnberger Rostbratwurst bezeichnet haben, heute am liebsten in der Nationalmannschaft sehen würden, erfüllt mich schon mit Genugtuung."

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