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In Mainz herrscht trotz der Pleitenserie Optimismus. Bei Hertha muss sich Luhukay den Vorwurf gefallen lassen, sich verzockt zu haben.

Mainz. Am 7. Spieltag gastiert der 1. FSV Mainz 05 bei Hertha BSC. Die Mainzer wollen nach vier Niederlagen in Serie endlich wieder punkten, Thomas Tuchel hat sich extra fitgespritzt. Hertha-Coach Jos Luhukay muss sich nach wie vor anhören, sich verzockt zu haben.

Nach dem Traumstart mit drei Siegen aus drei Spielen ist Mainz 05 hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Inklusive der Niederlage am Dienstag in der zweiten DFB-Pokal-Runde gegen den Zweitligisten 1. FC Köln (0:1) hat die Mannschaft von Trainer Tuchel vier Mal in Serie verloren.

Trotzdem nehmen die Mainzer die Pleitenserie, die nach der Länderspielpause begann, relativ gelassen hin. "Das Vertrauen in die handelnden Personen, insbesondere in unseren Trainer und sein Team, ist grenzenlos", erklärte Manager Christian Heidel dem kicker: "Ich bin auch zu 100 Prozent sicher, dass wir wieder in die Spur kommen."

Luhukay rechtfertigt sich

Auch bei Gegner Hertha BSC (acht Punkte aus sechs Spielen) ist es etwas unruhig, Trainer Jos Luhukay steht nach dem Pokal-Aus beim 1. FC Kaiserslautern (1:3) in der Kritik. Der Grund: Luhukay hat sich auf dem Betzenberg verzockt. Mit einer B-Elf war die Hertha im Fritz-Walter-Stadion aufgelaufen.

"Ich war absolut davon überzeugt, dass wir mit dieser Mannschaft eine Runde weiterkommen. Sonst hätte ich es natürlich nicht gemacht", begründete Luhukay die für viele Beobachter zweifelhafte Maßnahme.

Gegen Mainz werden nach der bitteren Erfahrung nun sicherlich die im Pokal geschonten Sebastian Langkamp, Peter Pekarik und Johannes van den Bergh in die Abwehr zurückkehren. Die verletzten Spieler Alexander Baumjohann, John Anthony Brooks, Marcel Ndjeng und der gesperrte Fabian Holland fehlen dagegen weiter.

Tuchel fitgespritzt

Mainz muss auf Niko Bungert, Shawn Parker und Julian Koch verzichten, Julian Baumgartlinger hat dagegen seine Kniereizung ausgestanden und ist ebenso wie Torhüter Heinz Müller wieder ins Training eingestiegen. Beide machen sich Hoffnungen auf einen Einsatz in Berlin.

Ebenfalls mit dabei wird auch Thomas Tuchel sein, den zuletzt eine Grippe geschwächt hatte und der das Pokalspiel gegen Köln aus der warmen Loge verfolgen musste. "Nach dem Spiel habe ich die Spritze in die Arschbacke gesteckt", erklärte Tuchel auf der Abschlusspressekonferenz sein schnelles Rezept gegen das hohe Fieber.

Tuchel: Liegen flach und haben Probleme

Ob er ähnlich leicht auch bei seiner Mannschaft eine Genesung wird herbeiführen können? Seine Grippe und die sportliche Negativserie seien jedenfalls schon vergleichbar, meinte Tuchel. "Das Bild bietet sich an: Wo wir uns die Grippe eingefangen haben, ist unklar. Aber dass wir flachliegen und Probleme haben, auf die normale Temperatur zu kommen, ist offensichtlich."

Manager Heidel empfahl dem Team, "einfach noch mal die Reset-Taste zu drücken und in Berlin alles dafür tun, ein anderes Spiel abzuliefern". Die Spieler müssten noch mehr Willen, noch mehr Biss zeigen, aber sich auch an taktische Vorgaben halten, so Heidel.

Statistisch gesehen dürfte Mainz gute Chancen haben, in Berlin etwas zu holen. Von den vergangenen drei Partien in der Hauptstadt hat der FSV keine einzige verloren.

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