thumbnail Hallo,

Bert van Marwijk nimmt HSV-Spieler in die Pflicht

Van Marwijk ist da und gibt sofort die Marschroute vor: Hamburg sollen schnellstmöglich den Tabellenkeller verlassen - dafür erhöht er den Druck auf die Mannschaft.

Hamburg. Bert van Marwijk, neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV, hat seine Spieler in die Pflicht genommen. "Wir müssen so schnell wie möglich da unten weg kommen", sagte der Niederländer bei seiner offiziellen Vorstellung am Mittwoch. Normalerweise müsse ein Klub wie der HSV um die Plätze eins bis sechs spielen.

"Ich bin kein Typ, der Druck wegnehmen will, ich mag Druck. Ich denke, dass jedes Team Druck braucht. Wenn man einen Druck hat, leistet man auch mehr", sagte van Marwijk, der bei den Hanseaten einen Vertrag bis 2015 mit einer Option auf ein weiteres Jahr unterschrieben hat. Der 61-Jährige soll an der Elbe jährlich rund 1,4 Millionen Euro verdienen.

Der frühere niederländische Nationaltrainer war am Montagabend als Nachfolger des entlassenen Thorsten Fink verpflichtet worden. Seine HSV-Premiere feiert van Marwijk im Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt am kommenden Samstag (18.30 Uhr).

Mannschaft muss als Team verteidigen

"Ich mag gern offensiven Fußball, aber ich mag auch gern gut organisierten Fußball. Wir müssen lernen, als Mannschaft zu verteidigen", sagte van Marwijk. Der HSV steht nach sechs Spieltagen mit vier Punkten auf dem Relegationsplatz und hat mit 17 Gegentoren die die schlechteste Defensive der Liga.

Der Schwiegervater von Bayerns Münchens ehemaligem Mittelfeldspieler Mark van Bommel ist der vierte Niederländer auf der HSV-Trainerbank. Martin Jol löste am 1. Juli 2008 seinen gut 17 Monate amtierenden Landsmann Huub Stevens ab, ehe Ricardo Moniz ab April 2010 für rund zwei Monate auf Interimsbasis die sportliche Verantwortung beim Bundesliga-Gründungsmitglied übernahm. Zuletzt war van Marwijk von 2008 bis 2012 Bondscoach der niederländischen Nationalmannschaft. Zwischen 2004 und 2006 betreute er Borussia Dortmund.

Niederländer war die Nummer eins

"Bert van Marwijk war von vornherein unsere Nummer eins", sagte HSV-Vorstandschef Carl Jarchow am Mittwoch. Er werde "hoffentlich für die nächsten Jahre" Cheftrainer bei den Hamburgern sein. Zudem werde er auch den eigentlich suspendierten Spielern eine neue Chance geben und "mit allen vier Spielern ein persönliches Gespräch führen und dann entscheiden, wie es mit ihnen weitergeht. Das war sein ausdrücklicher Wunsch", sagte HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer am Rande der Pressekonferenz zur Vorstellung des niederländischen Trainers.

Zuletzt schien es so, als ob Michael Mancienne, Slobodan Rajkovic, Robert Tesche und Gojko Kacar keine Zukunft mehr in Norden haben würden. Sie mussten teilweise mit der U23 des HSV trainieren.

EURE MEINUNG: Wird der HSV nun wieder in bessere Fahrwasser gelangen?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal auf
oder werde Fan von Goal auf !

Umfrage des Tages

Lewandowski zu Bayern: Macht das Sinn?

Dazugehörig