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Hoeneß zeigt sich beigeistert von seinem neuen Trainer. Guardiola sei ein akribischer und ehrgeiziger Coach, der den FCB weiterbringe. Der Konflikt mit Sammer indes sei geklärt.

München. Pep Guardiola ist als neuer Coach für Rekordmeister Bayern München laut Präsident Uli Hoeneß ein absoluter Volltreffer. "Es macht sehr, sehr viel Spaß, mit ihm zu arbeiten. Er ist ein total offener Mensch, trägt sein Herz auf der Zunge. Ich bin sehr happy, dass wir ihn hier haben. Bei den Treffen mit ihm hast du immer das Gefühl, dass du weiterkommst im Leben", sagte Hoeneß am Dienstag in München über den Spanier.

Hoeneß erlebt den Trainer Guardiola als "sehr akribisch und sehr ehrgeizig". Es überrasche ihn, fügte er an, dass Guardiola "mit den großen Erfolgen, die er in seinen jungen Jahren schon gefeiert hat, nicht aufhört, täglich zu arbeiten". Selbst an trainingsfreien Tagen sitze Guardiola oft bis spät in den Abend am Klubgelände in der Säbener Straße und brüte über Verbesserungen. Das "anfänglich leise Murren" der Öffentlichkeit nach den teils dürftigen Leistungen zum Saisonstart habe er deshalb "nicht verstehen können".

"Es war klar, dass er Zeit brauchen würde, die zwei Systeme FC Barcelona und Bayern München miteinander zu verbinden. Aber ich bin ziemlich sicher, dass diese beiden Kulturen langsam verwachsen. Ich bin überzeugt, dass daraus etwas ganz Fruchtbares entstehen kann", sagte Hoeneß. Guardiola sei fußball-taktisch "nie um eine Antwort verlegen", ergänzte er.

Konflikt zwischen Rummenigge, Sammer und Hoeneß beendet

Die Unstimmigkeiten zwischen Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auf der einen sowie Sportvorstand Matthias Sammer auf der anderen Seite sieht Hoeneß unterdessen als ausgeräumt an. "Das ist beendet", sagte er mit sichtlicher Unlust, über das Thema weiter zu reden: "Er hat seine Meinung gesagt, und wir haben unsere Meinung gesagt. Und wenn vernünftige Menschen zusammensitzen, gibt es immer vernünftige Lösungen."

Wie diese im Detail ausgesehen haben, wollte Hoeneß nicht ausführen. Sammer hatte die Mannschaft unlängst nach dem 2:0 gegen Hannover 96 kritisiert und sich dafür von Hoeneß und Rummenigge einen öffentlichen Rüffel eingehandelt.

Jetzt wirkte Hoeneß wieder aufgeräumt und gut gelaunt. Auch die Beständigkeit von Dauerrivale Borussia Dortmund stört ihn derzeit nicht. "Warum sollte mich das ärgern? Ich freue mich sehr darüber", behauptete er: "Ich habe den Eindruck, dass unser Kader Druck von hinten braucht. Je mehr Druck sie bekommen, desto besser spielen sie."

Dortmund, aber auch Bayer Leverkusen, helfe dem FC Bayern so sogar. "Letztes Jahr hat uns Dortmunds große Klasse zu Weltklasse getrieben. Das kann dem FC Bayern nur gut tun", meinte Hoeneß.

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