thumbnail Hallo,

Borussia Mönchengladbach bleibt im eigenen Stadion eine Macht. Beim 4:1-Erfolg gegen Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig glänzte Raffael mit zwei Toren.

Mönchengladbach. Als Raffael mit dem Fußball eines Sponsors unter dem Arm den Borussia-Park um kurz vor Mitternacht verließ, huschte nur kurz ein Lächeln über sein Gesicht. Statt nach seinem starken Auftritt - gekrönt durch einen Doppelpack - beim 4:1 (2:0)-Erfolg von Borussia Mönchengladbach gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig in Euphorie zu verfallen, gab sich der Brasilianer sogar selbstkritisch. "Ich bin nicht zu hundert Prozent mit mir zufrieden. Das geht noch besser. Ich kann beispielsweise besser verteidigen", sagte Raffael.

Bereits drei Saisontore

Bescheidene Worte, die besonders Trainer Lucien Favre gerne vernimmt. Der Schweizer lotste seinen Wunschspieler im Sommer von Dynamo Kiew zum fünfmaligen deutschen Meister. Dabei ist Favre nicht dafür bekannt, bei Neuzugängen schnell seine Zustimmung zu geben. Doch bei Raffael musste er nicht lange überlegen. Schon beim FC Zürich und bei Hertha BSC arbeiteten Favre und sein Musterschüler glänzend zusammen. "Er ist nicht nur als Fußballer, sondern auch als Mensch wichtig für die Mannschaft", lautete Favres Urteil.

In Mönchengladbach hat Raffael das schon in der Frühphase dieser Saison bestätigt. Die Treffer gegen Braunschweig (31. und 75.) waren seine Saisontore zwei und drei, zudem setzt er seine Mitspieler durch glänzende Pässe immer wieder gut in Szene. "Er kennt die Bundesliga. Er weiß, wie es hier abläuft und ist voll angekommen", sagte Sportdirektor Max Eberl.

Steigerungspotenzial bei Raffael und Gladbach

Wie gut sich Favre und Raffael verstehen, zeigt zudem die Tatsache, dass auch der Coach bei seinem Offensivmann noch Verbesserungspotenzial sieht. "Ich kenne ihn sehr gut. Er kann noch Fortschritte machen und manchmal noch mehr in den Strafraum gehen", meinte Favre.

Verbesserungsmöglichkeiten gibt es trotz des dritten klaren Heimsieges auch im Gladbacher Spiel. "Die ersten 35 Minuten waren gut, die letzten 20 Minuten waren gut, dazwischen war viel Leerlauf drin", sagte Abwehrchef Martin Stranzl. Auch Eberl hatte trotz der weiteren Treffer von Oscar Wendt (22.) und Max Kruse (72./Foulelfmeter) am Tag vor seinem 40. Geburtstag einige Nachlässigkeiten gesehen: "Wenn wir heute gegen einen anderen Gegner gespielt hätten, weiß ich nicht, ob wir das 2:0 gehalten hätten."

Ihre Heimstärke will die Borussia nun auch in fremde Stadien mitnehmen. Nach drei Auswärtsniederlagen soll am kommenden Freitag in Augsburg der Knoten endlich platzen. "Das ist zu sehr Berg- und Talfahrt. Wir dürfen uns in Augsburg nicht zwischenzeitlich so den Schneid abkaufen lassen. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau", meinte Jung-Nationalspieler Kruse.

EURE MEINUNG: Ist Raffael Gladbachs wichtigster Offensivspieler?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal auf
oder werde Fan von Goal auf !

Dazugehörig