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Der Milliardär drängt weiter auf die Ablösung von Sportchef Kreuzer durch HSV-Legende Magath. Zudem kritisiert der Milliardär seinen Lieblingsspieler van der Vaart deutlich.

Hamburg.Investor Klaus-Michael Kühne hat sich erneut zur aktuellen Situation beim Hamburger SV geäußert. Der Milliardär kritisierte Rafael van der Vaart und forderte ein Gespräch zwischen dem Klub und Felix Magath. Kühne will die Profiabteilung des HSV per Strukturreform ausgliedern und Sportvorstand Oliver Kreuzer einen anderen vermitteln.

"Ich wünsche mir, dass die Vereinsführung wenigstens mit Herrn Magath spricht", sagte Kühne im Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Speditionsunternehmer hofft weiter darauf, dass die HSV-Legende als Berater einsteigt und seinen früheren Co-Trainer Bernd Hollerbach als Coach installiert: "Damit täte man niemandem weh. Ich wäre auch bereit, dann wieder mit einem kleineren Betrag zu helfen."

Sein Einsatz für die Verpflichtung von Magath erklärte Kühne mit dem aktuellen Zustand der Rothosen. "Er hat sich als jemand profiliert, der hart durchgreifen kann. Das fehlt dem HSV", erklärte der Milliardär: "Vom Aufsichtsrat über den Vorstand bis zum Trainer ist keine erfolgreiche Arbeit zu verspüren. Vieles wurde amateurhaft gehandhabt und entsprach überhaupt nicht dem, wie es bei so einem Verein sein müsste."

"Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren"

Dass nach der Verpflichtung von zwei neuen Führungspersonen kein Platz mehr für den aktuellen Vorstandsvorsitzenden Carl-Edgar Jarchow und Sportvorstand Oliver Kreuzer wäre, stört den Wahlmallorquiner nicht. "Man würde Posten für sie finden, und es wäre zum Guten des HSV", so Kühne: "Herr Magath strebt eine Rolle in der Vereinsführung an. Er und Herr Hollerbach als möglicher Trainer wären sofort verfügbar. Und wir dürfen keine Zeit mehr verlieren."

Der 76-Jährige hat sich offenbar bereits Stellen für die beiden bisherigen Vorstände ausgesucht: "Herr Jarchow könnte nach der Ausgliederung des Profifußballs Präsident des e. V. mit seinen vielfältigen Aktivitäten bleiben. Für Herrn Kreuzer müsste man eine faire Lösung finden. Ich wünsche mir einen hochkarätigen Sportchef."

"Ich bin zäh, ich gebe nicht so schnell auf"

Sofern die Strukturreform des HSV umgesetzt wird, will sich Kühne mit bis zu 25 Millionen Euro als Investor engagieren. Eine Frist, bis zu der die Veränderungen umgesetzt sein müssen, gibt er aber nicht vor. "Ich bin zäh, ich gebe nicht so schnell auf", so der Milliardär: "Aber es liegt doch sehr im Unbestimmten, ab wann und ob überhaupt sich der HSV für Investoren öffnet. Ich setze voll auf die Reformer, denn leider ist die derzeitige Vereinsführung nicht gesprächsbereit."

Kühne kritisierte aber nicht nur den Verein. Auch sein Rafael van der Vaart bekommt sein Fett weg. Zwar sei der HSV-Kapitän noch immer sein Lieblingsspieler. "Ich bin aber etwas enttäuscht wegen seines Privatlebens. Damit habe ich nicht gerechnet. Als er im Sommer 2012 dank meiner Unterstützung zusammen mit Sylvie nach Hamburg kam, waren sie sehr beliebt", so der 76-Jährige: "Dann begann das, was ich Seifenoper nenne. Das hat mich enttäuscht, denn sportlich ging es ständig bergab."

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