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Der Schweizer ärgerte sich über die unkonzentrierte Phase zu Beginn der Zweiten Halbzeit, sein Pendant Torsten Lieberknecht äußerte Zweifel an der Elfmeter-Entscheidung.

Mönchengladbach. Dritter Sieg im dritten Heimspiel. Borussia Mönchengladbach hat auch beim 4:1 gegen Eintracht Braunschweig zum Auftakt des sechsten Spieltages der Fußball-Bundesliga seinen Torhunger in der eigenen Arena unter Beweis gestellt. Trotz des deutlichen Sieges brachten die Fohlen den Aufsteiger nach dem Seitenwechsel aber ohne Not noch einmal ins Spiel zurück. Das sorgte für Unmut.

"Am Anfang der zweiten Halbzeit war das einfach zu wenig von uns", analysierte ein noch merklich aufgekratzter Borussen-Trainer Lucien Favre am Sky-Mikrofon. Zum Glück sei man durch den Elfmeter schnell wieder davongezogen, ergänzte Favre, der schließlich ein unterkühltes Fazit zog: "4:1 ist gut, Punkt."

Auch Sportdirektor Max Eberl kam nicht umhin, auf die Nachlässigkeiten nach der verdienten 2:0-Halbzeitführung hinzuweisen. "In den 20 Minuten nach der Pause hat sich wieder ein Stück weit Bequemlichkeit eingeschlichen. Das hätte nicht passieren dürfen. Und nach dem Anschlusstreffer der Eintracht ist mir das Herz schon kurz mal in die Hose gerutscht."

Lieberknecht: "Elfmeter eine 50:50-Situation"

Auf Braunschweiger Seite war man natürlich enttäuscht über die Niederlage, schöpfte aber aus der Steigerung im zweiten Spielabschnitt Hoffnung für die Zukunft. "Die Möglichkeiten, das Spiel zu drehen waren da, vor allem in Hälfte zwei. Der Elfmeter hat dann alles entschieden. Ich fand das war so eine 50:50-Situation. Den muss man nicht geben", befand Löwen-Coach Torsten Lieberknecht.

Sein Kapitän Deniz Dogan haderte mit der Einstellung zu Anfang der Partie. "Da waren wir viel zu passiv und haben Gladbach das Spiel überlassen." In Zukunft müsse man sofort mutiger und mit weniger Respekt agieren, forderte der Deutsch-Türke. Die Hoffnung hat man jedenfalls längst noch nicht aufgegeben, wie auch Lieberknecht bestätigte. "Wenn ich sehe, wie die Jungs arbeiten, bin ich überzeugt, dass uns der Klassenerhalt gelingen kann."

Ganz andere Ziele als den Klassenerhalt haben sich die Gladbacher für diese Spielzeit auf die Fahnen geschrieben. Dafür sollten aber auch auswärts mal Punkte her. "Wir müssen hinten organisiert stehen. Ich bin guter Dinge, dass es dann auch mal in der Fremde klappt", blickte Stürmer Max Kruse schon auf die Partie in Augsburg in einer Woche voraus.


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