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Kühne stellt Millionenspende für den HSV in Aussicht - wenn Felix Magath kommt

Der Investor forciert weiterhin einen Umbruch in der Hamburger Führungsetage: Sollte der Verein doch auf Felix Magath zurückgreifen, würde er mit einer Finanzspritze aushelfen.

Hamburg. Es herrscht mal wieder Chaos beim Hamburger SV: Seit der Entlassung von Trainer Thorsten Fink vergeht kein Tag ohne Spekulationen und Kritik an der Vereinsführung - sogar aus den eigenen Reihen. So forderte Investor Klaus-Michael Kühne abermals Felix Magath als neuen starken Mann und stellte nun eine dicke "Belohnung" in Aussicht.

"Eine Beteiligung von 25 Millionen Euro ist ein Betrag, der nicht außerhalb der Realität liegt", sagte Kühne in der Bild. Bedingung für den 76-Jährigen ist die Umwandlung der Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft, an deren Spitze Felix Magath stehen solle.

"Es müsste dann ein starker Vorstand den Verein führen, das wäre logischerweise der Vorstandsvorsitzende. Entscheidend sind die handelnden Personen – und da wäre Magath der richtige Mann an der Spitze", so der Unternehmer, dessen Vermögen auf 7,3 Milliarden Euro geschätzt wird.

Kühne enttäuscht: "Ein Fehler, dass man nicht auf mich hören will"

Sein Vorhaben bekräftigte Kühne im Interview mit Sport1: "Es heißt, Magath sei viel zu teuer, aber wenn er kommt, würde ich einen Beitrag leisten. Daran soll es nicht scheitern." Finks Entlassung begrüßte er: "Das war richtig, er hat zu viele Fehler gemacht. Ich bezweifele jedoch, ob der Verein sich zusammenreißen und einen guten Trainer verpflichten wird."

Noch habe man nicht versucht, mit ihm "eine Achse zu bilden". Eine solche würde für die derzeitige Führung des Hamburger Sportvereins das Ende bedeuten. In den Augen Kühnes der einzig richtige Weg, wie er Bild sagte: "Dass man nicht auf mich hören und mit Magath nicht sprechen will, halte ich für einen großen Fehler."



Schon am Mittwoch legte er Sportdirektor Oliver Kreuzer einen Abschied nahe, gegenüber Sky Sport News HD kritisierte Kühne: "Er ist mit der Situation überfordert. Da muss ein ganz erfahrener Mann ran."

Wunschkandidat Magath schloss auf Nachfrage des TV-Senders zumindest ein mögliches Engagement nicht kategorisch aus. "Ich habe mich in den letzten Monaten bemüht, einen Einblick in den HSV zu kriegen. Das war sehr schwer und ich glaube, dass der HSV auch finanziell Probleme hat", so die Klub-Ikone.

"Kühne ist der Einzige, der helfen kann"

Aus diesem Grund warnte Magath, Kühne zu vegraulen. "Ich habe die ganze Zeit niemanden gefunden, der in den HSV investieren würde - außer Herrn Kühne. Er ist ein Hamburger, der HSV-Fan ist und helfen will. Er ist deswegen, denke ich, der Einzige, der momentan helfen kann."

Bei der Wahl des neuen Trainers forderte Kühne unlängst ein "hohes Kaliber". Von den aktuell gehandelten Kandidaten wie Markus Babbel, Lothar Matthäus oder Franco Foda hält der Milliardär wenig. "Das sind alles Trainer, die kommen und gehen. Die haben sich bisher keinen Namen gemacht, indem sie bei einem Klub in einer Krisensituation das Ruder herumgerissen haben."

Er favorisiert eine andere Lösung: "Bernd Hollerbach war zwar noch nie als Trainer, aber in der Kombination mit Magath erscheint mir das eine sehr gute Lösung." Vorerst übernehmen beim HSV interimistisch Rodolfo Cardoso und Otto Addo.

Auch van der Vaart kriegt Fett weg

Bei seinem verbalen Rundumschlag sparte er auch nicht mit Kritik an HSV-Spielmacher Rafael van der Vaart, den er selbst mit seinem Geld im Sommer 2012 an die Elbe gelotst hatte. "Ich bin enttäuscht, dass sich Rafael mit privaten Dingen belastet hat", wird Kühne in der Hamburger Morgenpost zitiert.

"Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mich da auch nicht so engagiert." Bei NDR 90,3 sprach er angesichts der privaten Schlagzeilen des Niederländers von einer "Soap Opera". "Das ist schon ein Schlag für mich", sagte Kühne.

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