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Der beurlaubte Trainer äußerte sich zu seiner Entlassung beim HSV. Er ist der Meinung, dass er den Klub wieder auf die rechte Bahn geführt hätte.

Hamburg. Trainer Thorsten Fink hat äußerlich entspannt und gefasst auf seine Entlassung beim Hamburger SV reagiert und dem Bundesligisten "alles Gute" für die Zukunft gewünscht.

"Ich bin stolz, hier Trainer gewesen zu sein, der HSV ist ein großer Klub", sagte Fink nach seiner Demission vor der HSV-Arena: "Ich hoffe, dass der Verein Erfolg haben wird, er ist mir ans Herz gewachsen. Die Mannschaft hat das Zeug, etwas zu erreichen."

Zuvor hatten HSV-Vorstandschef Carl Jarchow und Sportdirektor Oliver Kreuzer die Trennung von Fink nach 700 Tagen Amtszeit offiziell bekannt gegeben und sie mit der sportlichen Talfahrt begründet.

Nach dem fünften Spieltag und der 2:6-Klatsche bei Borussia Dortmund waren die Nordlichter auf Platz 15 in der Tabelle abgerutscht - zu wenig für die ambitionierten Hanseaten, die vor Saisonbeginn die Qualifikation für die Europa League ausgegeben hatten.

Fink zeigt Selbstkritik

Ein Fink-Nachfolger ist noch nicht bekannt. Zunächst sollen Amateur-Trainer Rodolfo Esteban Cardoso und Jugend-Coach Otto Addo das Team auf das brisante Nordderby gegen Werder Bremen am Samstag (15:30 Uhr) vorbereiten.

"Wir haben in den vergangenen zwei Jahren einige Dinge erarbeitet, zunächst den Abstieg verhindert", so Fink, der seine Arbeit verteidigte: "Danach sind wir Siebter geworden. Ich hätte die Mannschaft gerne weiter geführt und bin mir sicher, dass sich der Erfolg auch eingestellt hätte."

Der 45-Jährige zeigte sich aber auch selbstkritisch. Die Entscheidung, die Mannschaft nach der Niederlage in Dortmund allein zum Auslaufen zu schicken und stattdessen zu seiner Familie nach München zu fliegen, sei unglücklich gewesen: "Ich hätte später fliegen sollen, das kann man schon sagen."

"Schon öfter erlebt"

Für Linksverteidiger Marcell Jansen sei es aktuell jedenfalls keine einfache Situation. "Aber das habe ich in sechs Jahren beim HSV schon öfter erlebt. Nichtsdestotrotz geht es weiter, wir müssen damit professionell umgehen."

Teamkollege Ivo Ilicevic reagierte auf die Entlassung zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison überrascht: "Mir hat es Spaß gemacht unter Fink zu trainieren. Wir haben absolut nicht damit gerechnet. Der Abschied war sehr emotional."

Fink war vom FC Basel an die Elbe gewechselt und hatte den HSV im Oktober 2011 übernommen. Mit dem Bundesliga-Dino eroberte er im Schnitt allerdings nur 1,27 Punkte pro Spiel.

EURE MEINUNG: Hätte Fink das Ruder beim HSV noch herumreißen können?

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