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Matthias Sammer wird seiner Rolle als Mahner gerecht und möchte nun vom "guten Niveau auf ein sehr gutes Niveau" gelangen, muss für einige Aussagen jedoch Kritik einstecken.

München. Nach dem Spiel des FC Bayern München gegen Hannover 96 wurde Matthias Sammer zum ersten Mal in dieser Saison laut. Er wirft der Mannschaft eine falsche Einstellung vor und sorgt sich um die Saison-Ziele. Uli Hoeneß reagierte angespannt auf Sammers Kritik. Auch Trainer Pep Guardiola äußerte sich zu den Aussagen seines Vorgesetzten.

"Natürlich besteht etwas Sorge. Wenn wir dieses Jahr nicht Meister werden, haben wir in vier Jahren einmal den Titel geholt. Das kann nicht der Anspruch des FC Bayern sein", sagte Sammer in einem Interview mit dem Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD: "Im letzten Jahr hieß es ja auch von gut auf sehr gut - und deshalb ab jetzt von einem guten Niveau auf ein sehr gutes Niveau zu kommen."

Zuvor fand Sammer noch klarere Worte. Direkt nach dem Spiel sagte der Sportdirektor: "Wir spielen Dienst nach Vorschrift! Jetzt ist der Zeitpunkt, es mal öffentlich zu sagen. Der Trainer hat es auch immer wieder der Mannschaft gesagt. Mit dem einen oder anderen Spieler habe ich auch schon darüber geredet." Darauf reagierte Bayerns Präsident ein wenig verärgert.

Hoeneß: Finde nicht, dass wir eine Wunde haben

"Wenn man das zu oft macht, nutzt man sich ab. Ich bin auch dafür, antizyklisch zu kritisieren, aber ich sehe die Situation nicht so kritisch. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das nicht notwendig", sagte Hoeneß der Bild und betonte: "Man kriegt ja das Gefühl, als ob wir uns für ein souveränes 2:0 entschuldigen müssten."

Im Kicker reagierte Hoeneß ähnlich: "Ich verstehe, dass Matthias den Finger in die Wunde legen will. Aber finde ich nicht, dass wir eine Wunde haben."

In Spanien gebe es sowas nicht, sagte Pep Guardiola auf der Pressekonferenz vor dem Champions League-Spiel gegen ZSKA Moskau. "Wenn das in Spanien passiert, oho! Dann hat man vielleicht ein großes Problem." Dennoch nimmt er Sammer die Kritik nicht übel und erklärte: "Matthias ist emotional. Für mich ist er weiterhin einer der wichtigsten Menschen hier und vor allem in der Kabine."

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