thumbnail Hallo,

Uli Hoeneß hält Sammers Kritik an den Bayern-Akteuren für übertrieben. Es sei zwar gut zu kritisieren, man solle sich aber nicht für "souveräne" Siege entschuldigen.

München. Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß zeigt sich verwundert über Matthias Sammers grundlegender Kritik an der Mannschaft. Der 61-Jährige, der selbst für seine Wutreden bekannt ist, hält die seines Sportvorstandes für überzogen.

Ein klärendes Gespräch mit Sammer soll in Kürze folgen: "Wir werden sicherlich darüber reden, weil ein Eindruck vom FC Bayern entsteht, der nicht gut ist. Man hat den Eindruck, als ob wir von fünf Spielen drei verloren und zwei unentschieden gespielt hätten. In Dortmund lachen sie sich doch tot", wird Hoeneß in der Bild zitiert.


"Ich sehe die Situation nicht so kritisch"

- Uli Hoeneß


Zudem warnt Hoeneß: "Wenn man das zu oft macht, nutzt man sich ab. Ich bin auch dafür, antizyklisch zu kritisieren, aber ich sehe die Situation des FC Bayern nicht so kritisch. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das nicht notwendig. Man kriegt ja das Gefühl, als ob wir uns für ein souveränes 2:0 entschuldigen müssten."

Hoeneß: "Wenn es darauf ankommt, sind die Spieler da"

Der Vereinspräsident relativiert Sammers klare Worte, die Spieler bräuchten jedes Mal eine Brandrede des Trainers, um in die Gänge zu kommen. Man könne jetzt noch keine Spitzenform haben, auch ob der vielen Verletzten und der Länderspielreisen.

Hoeneß, der sich um das Standing von Pep Guardiola "keine Sorgen" macht, sei aber überzeugt: "Wenn wir erst mal komplett sind und es darauf ankommt, sind die Spieler da." Gegenüber dem Kicker präzisierte er: "Ich verstehe, dass Matthias den Finger in die Wunde legen will. Allerdings finde ich nicht, dass wir eine Wunde haben"

"Der Feind sitzt draußen"

Mit dem 2:0 gegen "sehr disziplinierte" Hannoveraner sei Hoeneß relativ zufrieden gewesen, daher empfahl er, "die Kirche im Dorf zu lassen": "Wenn man so etwas jede Woche macht, verbrennt man dabei. Der Feind sitzt draußen nicht bei uns."

Die erste Gelegenheit für die Spieler zu beweisen, dass "die letzten fünf Prozent" keineswegs fehlen, bietet sich am Dienstag beim Champions-League-Auftakt gegen den russischen Meister und Pokalsieger ZSKA Moskau. Der Hauptstadtklub liegt in der heimischen Liga mit sechs Siegen aus acht Partien auf dem ersten Rang.

EURE MEINUNG: Geht die Kritik von Matthias Sammer zu weit?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal auf
oder werde Fan von Goal auf !

Dazugehörig