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Beckenbauer: "Sammer hilft Guardiola mit Wutrede"

Der Bayern-Ehrenpräsident hat den Rundumschlag des Sportvorstands nach dem Hannover-Spiel gelobt. Beckenbauer sieht in Sammers Vorstoß sogar eine Hilfe für den Trainer.

München. Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer hat Sportvorstand Matthias Sammer für dessen Wutrede nach dem Bundesligaspiel gegen Hannover 96 gelobt. Der 68-Jährige sieht in Sammers Vorstoß eine Hilfe für den Trainer und stellte klar, dass der Verein den Europameister von 1996 gerade wegen seines Hangs zum Perfektionismus verpflichtet hat.

"Als Sportvorstand hat Matthias auf jeden Fall das Recht dazwischenzuhauen, wenn er Fehlentwicklungen sieht", sagte Beckenbauer zu Bild und führte aus: "Da er dicht an der Mannschaft ist, erkennt er Anzeichen vielleicht früher als andere. Ich denke, Matthias handelt nach dem Motto: Wehret den Anfängen! Und das finde ich auch in Ordnung."

Beckenbauer befürwortete die Aktion sogar explizit, weil Sammer die Mannschaft auf diese Weise in die Pflicht nehme. Keinesfalls sieht der 68-Jährige in den Äußerungen einen Eklat gegen den Trainer: "Ich kann mir schwer vorstellen, dass Matthias das ohne Rücksprache gesagt hat. Wie auch immer: Mit seinem Vorstoß unterstützt er Guardiola, damit nicht alles auf ihm allein lastet."

Beckenbauer: "Deshalb hat der FC Bayern ihn geholt"

Beckenbauer merkte weiterhin an, dass Sammer nun einmal "Perfektionist und sehr kritisch" sei. Darin sieht der Weltmeistertrainer von 1990 allerdings alles andere als einen Makel: "Ich denke, gerade deshalb hat der FC Bayern ihn geholt."

Sammer hatte den Bayern-Spielern am Samstag nach dem mühevollen 2:0-Sieg gegen Hannover 96 Lethargie und Emotionslosigkeit attestiert und bemängelt, nach dem Triple-Gewinn im Vorjahr würden in dieser Saison "die letzten fünf Prozent fehlen".

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