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Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin fand deutliche Worte für die schwache Vorstellung der Grün-Weißen. Trainer Robin Dutt sieht dringend internen Redebedarf.

Bremen. Werder Bremen trat an diesem Samstagnachmittag gegen Eintracht Frankfurt nicht wie eine Heimmannschaft auf. Die Gäste konnten in aller Ruhe zu ihrem Spiel finden, kombinierten vor den Toren ungestört durch das Mittelfeld und kamen letztlich zu leicht zum klaren 3:0-Auswärtssieg. In die Karten spielte ihnen natürlich auch der frühe Platzverweis von Werders Franco di Santo nach 26 Minuten.

"Ich bin maßlos enttäuscht über die ersten 20 Minuten. Da haben wir völlig mutlos agiert, so kannst du zuhause nichts reißen", echauffierte sich Geschäftsführer Thomas Eichin nach Schlusspfiff am Sky-Mikrofon.

Dutt kündigt Einzelgespräche an

In Unterzahl könne er der Mannschaft dann den Einsatz keineswegs absprechen, bemängelte aber: "Mit zehn Mann haben wir uns dann ja sogar noch Torchancen erspielt, allen voran den Elfmeter. Die müssen wir in dieser Situation einfach cleverer ausnutzen." Auch Trainer Robin Dutt will die Leistung nicht auf sich sitzen lassen: "Ich werde darüber in den kommenden Tagen mit jedem einzelnen Spieler sprechen müssen."

Kapitän Clemens Fritz, der selbst sehr verunsichert wirkte und nie so wirklich in der Partie ankam, scheint auch ohne Trainer-Gespräch bereits verstanden zu haben: "So wie wir heute in den ersten 20 Minuten aufgetreten sind, das darf einfach nicht passieren. Jetzt zählt nur, immer weiter zu arbeiten."

Rode: Können Ausfälle kompensieren

Bei der Eintracht dagegen herrschte nach einem spielerisch und läuferisch sehr überzeugendem Auftritt im hohen Norden Zufriedenheit und Aufbruchstimmung. Trotz der Ausfälle wichtiger Stützen wie Alex Meier, Pirmin Schwegler oder Jan Rosenthal. "Wir sind in der Breite zum Glück wesentlich besser als letztes Jahr, daher können wir solche Ausfälle auch kompensieren", freute sich Spielmacher Sebastian Rode.

Sein Trainer Armin Veh hatte sogar schon etwas ganz Anderes im Sinn: "Europa kann sich jetzt auf die Eintracht freuen. Bei uns gibt es immer ein volles, stimmungsvolles Stadion. Vor den kommenden schwierigen Wochen hat uns dieser Sieg bestimmt gut getan."

Am Donnerstag kommt Girondins Bordeaux zur feierlichen Rückkehr der Hessen auf die internationale Bühne in die Commerzbank Arena. Bei Werder ist derweil erst einmal Wunden lecken angesagt. Und reden, vor allem für Trainer Robin Dutt.


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