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In Italien unerwünscht, bei Werder Bremen fast unverzichtbar: Für Luca Caldirola war die Anfrage aus Deutschland eine Erlösung - nun soll er die Abwehr-Probleme endlich lösen.

Bremen. Seit dieser Saison läuft Luca Caldirola im Trikot von Werder Bremen auf. Mit 22 Jahren kehrte er seiner Heimat den Rücken, um die Karriere anzukurbeln. In der Serie A sah er nämlich keine Zukunft.

"In Italien ist es für junge Spieler sehr schwer, besonders für Verteidiger", gestand der 1,89-Meter-Recke in der Bild. Inter Mailand verlieh ihn die vergangenen Jahre an BV Vitesse, Brescia Calcio und AC Cesena, ehe im Sommer die Bundesliga anklopfte.

"Nach der EM kam das Angebot. Da habe ich keinen Moment gezögert", sagte der U21-Vize-Europameister. "Werder hat nach wie vor einen guten Ruf und die Bundesliga ist neben der Premier League die beste Liga der Welt"

"Gladbach war ein Schritt zurück"

Aus der Bremer Abwehrzentrale ist der Italiener nicht mehr wegzudenken, in allen fünf Pflichtspielen stand er in der Startelf. Zum Dauerthema Defensive hat Caldirola trotz 1:4-Niederlage am vierten Spieltag eine klare Meinung: "Gladbach war ein Schritt zurück, das stimmt. Aber das wird nicht häufig passieren."

Die 0:1-Niederlage gegen Dortmund dient als Beispiel: "Da haben wir alle sehr konzentriert gearbeitet und sind kompakt gestanden." Mit dem Abstieg will er sich entgegen kritischer Stimmen nicht beschäftigen: "Die Öffentlichkeit hat vielleicht Angst, wir nicht!"

Deutsch lernen, um Autorität zu gewinnen

Insgesamt scheint sich Caldirola in der Hansestadt durchaus wohl zu fühlen. Mit seiner Freundin hat er sich im "schönen" und "angenehmen" Bremen schon eingelebt, auch wenn es Sachen gibt, die er vermisst. "Die italienische Küchen. Zwar mag ich gerne Schnitzel, aber am liebsten esse ich Spaghetti Carbonara."

Mit der Sprache freundet sich Caldirola langsam an: "Ich brauche noch etwas Zeit, dann gebe ich Interviews auf Deutsch", verspricht er. Schnellstmöglich hofft er damit auch Autorität auf dem Platz zu gewinnen und in die Rolle des Abwehrchefs zu wachsen.

EURE MEINUNG: Hat der Italiener Luca Caldirola die Abwehr der Bremer stabilisiert?

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