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Die Offensiv-Reihen von Hoffenheim und Mönchengladbach haben bisher funktioniert, im direkten Duell müssen die Teams nun zeigen, wer besser in die Saison gekommen ist.

Sinsheim. Mit 1899 Hoffenheim und Borussia Mönchengladbach treffen am Sonntag die offensivstärksten Teams dieser Bundesliga-Saison aufeinander. Die Kraichgauern stehen aber vor einem Problem: Während Gegner Gladbach aus dem Vollen schöpfen kann, muss das Team von Trainer Markus Gisdol auf seinen Top-Scorer Roberto Firmino verzichten.

Mit zwölf Treffern hat die TSG Hoffenheim in den ersten vier Spieltagen die meisten Tore der Liga erzielt. Auch der Kontrahent aus Gladbach war bisher äußerst erfolgreich vor dem gegnerischen Tor und stellt die zweitstärkste Offensivreihe der Liga. Auf den ersten Blick lassen die Zahlen auf einen starken Saisonstart beider Teams schließen - wenn da nicht auch die Defensive zu berücksichtigen wäre.

Die Hoffenheimer stellen nämlich zugleich die anfälligste Abwehr der Liga (zwölf Gegentore) und auch das in der letzten Saison so defensivstarke Gladbach hat bereits acht Gegentreffer kassiert, immerhin die meisten aller Teams in der oberen Tabellenhälfte.

Hoffenheim baut Sturm um

Somit scheinen alle Voraussetzungen für ein Festival am kommenden Sonntag gegeben. Aus Hoffenheimer Sicht ist die Vorfreude auf die Begegnung etwas getrübt. Ausgerechnet Topscorer Firmino (drei Tore, drei Vorlagen) fällt mit einem Teilabriss des Außenbandes im linken Sprunggelenk bis auf Weiteres aus. Auch Sejad Salihovic steht aufgrund seiner Rotsperre weiterhin nicht zur Verfügung.

Als möglicher Ersatz für Firmino kommt Sebastian Rudy infrage. Der 23-jährige Mittelfeldspieler hat die Probleme seiner Mannschaft erkannt. Man müsse "hinten besser stehen und vorne nicht an Torgefahr verlieren" analysierte Rudy gegenüber achtzehn99.de. Damit soll der erste Heimsieg klappen: "Gerade für unsere Fans wäre es schon, wenn wir in unserer Arena gegen Gladbach den ersten Dreier holen."

Alternativ könnte Gisdol auch das System umstellen und Kevin Volland als zweite Spitze neben Anthony Modeste aufbieten. In den Qualifikationsspielen zur U-21-EM hatte Ersterer jüngst äußerst erfolgreich an vorderster Front agiert.

Gladbach noch ohne Sieg bei Hoffenheim

Der Ausfall Firminos mag für Gladbach sprechen, doch die Statistik tut es nicht. Von bisher fünf Gastspielen in Sinsheim konnten die Borussen nicht ein einziges gewinnen - lediglich zwei magere Remis sprangen bisher heraus. "Es wird auf jeden Fall Zeit, dass sich das ändert", sagte Mittelfeldspieler Granit Xhaka gegenüber borussia.de. Sein Rezept: Geduldig sein, defensiv stehen "und auf unsere Konter lauern. Dann können wir auch in Hoffenheim was holen."

Der Schweizer dürfte mit großer Euphorie in die Partie am Sonntag gehen, schließlich hat er unter der Woche mit seiner Nationalmannschaft einen großen Schritt in Richtung WM gemacht. Für Gladbachs Trainer Lucien Favre birgt die lange Pause aber auch Schwierigkeiten: Gleich acht Profis kehren von ihren Länderspielreisen zurück und müssen wieder integriert werden.

Immerhin kann er im Gegensatz zu seinem Kollegen auf Hoffenheimer Seite wohl die Erfolgs-Formation aufbieten, die zuletzt Werder Bremen mit 4:1 besiegte. U-21-Nationalkeeper Marc-André ter Stegen musste nach einer Gesäßprellung aus dem Länderspiel in Irland zwar am Donnerstag einige Übungseinheiten auslassen, sein Einsatz am Sonntag sollte aber garantiert sein. "Das war eine abgesprochene Vorsichtsmaßnahme", ließ Favre auf der vereinseigenen Homepage verlauten.

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