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Trifft Müller am Samstag gegen Schalke, wäre er der sechste Spieler in der Geschichte, der an den ersten fünf Spieltagen erfolgreich war. Löw nominierte ihn zuletzt dennoch nicht.

Mainz. Natürlich hat Nicolai Müller auch in dieser Woche wieder sein Tor gemacht. Beim Testspiel am Dienstag gegen den TSV Schott Mainz grätschte der Torjäger des Bundesligisten FSV Mainz 05 den Ball fast von der Torauslinie zum 3:0-Endstand über die Linie. Der Mann hat einfach einen Lauf: Fünf Treffer gelangen ihm in den ersten vier Liga-Spielen, dazu noch einer im Pokal bei Fortuna Köln. Trifft Müller am Samstag (15.30 Uhr) gegen Schalke 04 erneut, wäre er der sechste Spieler in der Geschichte, der an den ersten fünf Spieltagen jeweils erfolgreich war.

"Nationalmannschaft nicht mein Ziel"

Bei seinem Tor gegen den Mainzer Verbandsligisten hätte Müller allerdings unter normalen Umständen wohl gar nicht mehr auf dem Feld gestanden. Nach mehreren Fouls lief der sonst pfeilschnelle Dribbelkünstler sichtlich unrund. Ausgewechselt wurde er dennoch nicht, denn die Ersatzbank war durch die vielen Länderspiel-Reisen der Mainzer Profis schlicht leergefegt.

Müller selbst hatte auf eine weitere Einladung zur Nationalmannschaft diesmal vergeblich gewartet. Der 25-Jährige, der bei der USA-Reise im Mai erstmals nominiert wurde, bleibt in Sachen DFB-Elf aber ohnehin zurückhaltend: "Die Nationalmannschaft ist nicht mein Ziel. Ich will mit Mainz Erfolg haben. Alles andere sehe ich als Geschenk obendrauf", sagte er der Bild. Läuft es für den Führenden in der Torschützenliste jedoch weiter wie bisher, dürfte auch ein erneuter Anruf von Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Tuchel bisher zufrieden

Gegen eine Fortsetzung von Müllers beeindruckender Serie hätten auch die Mainzer sicher nichts einzuwenden. Der quirlige Offensivmann ist mit seiner Tor-Serie schließlich einer der Hauptverantwortlichen für die gute Stimmung bei den 05ern. Vor allem dank ihres Torjägers gewann die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel drei der ersten vier Ligaspiele. Nur Dortmund und Bayern haben mehr Punkte auf dem Konto als die Mainzer.

Entsprechend ruhig war es vor dem Ende der Wechselfrist in der vergangenen Woche. "Ich glaube, das war die erste Transferperiode, in der ich in den letzten drei Tagen überhaupt nicht mit Christian Heidel telefoniert habe", sagte Tuchel der Allgemeinen Zeitung. Lediglich Nikita Rukavytsya verliehen die Mainzer noch an den FSV Frankfurt. "So, wie sich die Mannschaft bislang präsentiert hat, gab es keinen Grund, hektisch zu werden. Aktionismus war jetzt nicht angesagt", sagte Tuchel.

Vertragsverlängerung geplant

Stattdessen wird in Mainz langfristig geplant. Der Transfer des bulgarischen Offensiv-Talents Todor Nedelew ist zwar fix, allerdings stößt der 20-Jährige erst im Januar zum Kader. "Das ist ein guter Zeitpunkt. Er kommt dann in der laufenden Saison in eine Mannschaft, die sich gefunden hat", sagte Tuchel. Manager Heidel beschäftigt sich derweil bereits mit dem 2015 auslaufenden Vertrag des Shootingstars Müller. "Es ist klar, dass wir mit ihm verlängern wollen", sagte Heidel der Sport Bild. "Wir setzen uns demnächst zusammen. Mainz ist optimal für ihn."

Auf die Partie am Samstag gegen Schalke hat das alles wenig Einfluss. Mit einem Sieg können die Mainzer ihren ohnehin guten Saisonauftakt veredeln. Gegen die Schalker sollte die Tuchel-Elf allerdings dringend die beim 1:4 in Hannover nachlässige Defensive stabilisieren. Denn vorne müssen sich die Mainzer momentan eigentlich keine Gedanken machen. Müller trifft schließlich immer.

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