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Immer wieder wurde der 26-Jährige während seiner Zeit bei Milan rassistisch beleidigt, verließ in einem Testspiel deshalb gar den Platz. War das doch der Grund für den Wechsel?

Gelsenkirchen. Kevin-Prince Boateng ist bei seinem Wechsel zum Fußball-Bundesligisten Schalke 04 vor dem Rassismus in Italien geflohen. Das sagte Finanzvorstand Peter Peters dem Onlineportal Sport Bild Plus. "Boateng wollte wegen der rassistischen Vorfälle in Italien unbedingt weg, er hatte eine Verabredung mit Präsident Silvio Berlusconi, dass er gehen kann, wenn der AC Mailand die Champions-League-Qualifikation schafft", sagte Peters.

Nach dem Erfolg in den Play-off-Spielen (1:1, 3:0) gegen die PSV Eindhoven hielt Berlusconi Wort und ließ Boateng ziehen. Schalke verpflichtete den Deutsch-Ghanaer für geschätzte zehn Millionen Euro Ablösesumme.

Bei Vorstellung auf Schalke sprach Boateng noch von "rein sportlichen Gründen" 

Der gebürtige Berliner, der seit 2010 in Italien spielte, hatte beim 2:0 vor gut einer Woche gegen Bayer Leverkusen ein gelungenes Bundesliga-Comeback nach vier Jahren Abstinenz gegeben.

Boateng hatte Anfang des Jahres ein eindrucksvolles Zeichen gegen Rassismus gesetzt, als er in einem Testspiel von gegnerischen Fans beschimpft worden war und gemeinsam mit seinen Teamkollegen den Platz verlassen hatte. Er selbst hatte bei seiner Vorstellung auf Schalke allerdings erklärt, der Wechsel habe "rein sportliche Gründe".
 

EURE MEINUNG: Wann kriegt der italienische Fußball sein Rassismus-Problem in den Griff?

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