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Mit Kevin-Prince Boateng ist die Bundesliga um eine Attraktion reicher. Der Ghanaer ist von der Pressekonferenz seines Ex-Trainers Jürgen Klopp irritiert.

Gelsenkirchen. Kevin-Prince Boateng hat sich zu den scherzhaften Aussagen von BVB-Trainer Jürgen Klopp über seinen Wechsel zu Schalke 04 geäußert. Den Humor seines Ex-Coachs teilt Boateng nicht. Zudem sprach er über seine Zeit beim AC Milan, lobte Mitspieler, Fans - und Berlusconi.

"Von mir kommt da kein schlechtes Wort über ihn"

"Viele fanden es lustig - ich nicht. Auch wenn Kloppo und ich ein gutes Verhältnis haben. Von mir kommt da kein schlechtes Wort über ihn", so Boateng über den Dortmunder Coach, der mit einem Augenzwinkern auf den Wechsel des Ghanaers reagierte, der in der Rückrunde 2009 für den BVB spielte.

"Ich bin echt überrascht. Um 11.01 Uhr habe ich Boateng geschrieben: 'Warum Schalke?' Mit acht Fragezeichen. Aber zurück kam nichts. Er war ein guter Typ. Bis heute Morgen", so Klopp auf der Pressekonferenz vor dem Frankfurt-Spiel. "Über diese PK bin ich verwundert", sagte der 26-jährige Boateng.

Nun ist Boateng Schalker und ist glücklich darüber: "Die Fans sind im positiven Sinne krank. Es ist eine Ehre, bei so einem Klub zu spielen." Seinen Ex-Klub Milan lobte er aber noch einmal rückblickend in höchsten Tönen. Die Zeit bei den Lombarden sei "fantastisch" gewesen.

"80.000 Fans riefen meinen Namen"

"Ich durfte mit Superstars spielen und mit ihnen meine Freizeit verbringen. Ich genoss es, wie 80.000 Fans meinen Namen riefen. Manche haben ihn sich sogar auf den Arm tätowieren lassen", so der Halbbruder des deutschen Nationalspielers Jerome Boateng, der nach der WM 2010 in die Serie A wechselte und bei den Rossoneri drei Jahre unter Vertrag stand.

Boateng berichtete zudem von seinem letzten Gespräch mit Milan-Klubpatron Silvio Berlusconi, den er sehr schätzt. "Mein Handy klingelte abends. Er sagte mir in dem 20-minütigen Gespräch, dass er sehr traurig sei, dass ich gehe. Er hätte mich gerne behalten. Er ist super, ein offener Typ, ein Herzensmensch", so der bei Hertha BSC ausgebildete Profi.

Boateng stapelt tief

In Mailand gewann er den Scudetto - hinsichtlich der deutschen Meisterschaft gab sich Boateng aber im Gegensatz zu Kollegen wie Jermaine Jones bedeckt: "Sportlicher Ehrgeiz ist nie verkehrt, aber ich denke, mit solchen Aussagen sollte man auch vorsichtig sein. Meine einzige Aussage zu diesem Thema ist immer, dass man jeden Samstag drei Punkte holen sollte."

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