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Karl-Heinz Rummenigge äußert sich gelassen über Real Madrids Rekordtransfer von Gareth Bale. Das Financial Fair Play werde für Real kein Problem sein.

München. Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge rechtfertigt Real Madrids Rekordtransfer von Gareth Bale und erklärt das Konzept des Financial Fair Play genauer.

"Financial Fair Play nicht das Problem für Real"

Die 100 Millionen Euro, die Real Madrid für Gareth Bale investiert, seien durchaus vertretbar, wenn man die hohen Transfereinnahmen Real Madrids betrachtet, verrät Rummenigge im Interview mit tz-online.

"Wir dürfen hier zunächst mal eines nicht vergessen: Real Madrid hat fünf, sechs Spieler vorher für Wahnsinns-Geld verkauft, zuletzt erst Mesut Özil für 50 Millionen Euro" Das Financial Fair Play sei also "nicht das Problem für Real."

Rummenigge erklärte darauf genauer das Konzept des Financial Fair Play: "Wenn Real einen Bale für 100 Millionen Euro kauft, dann kostet sie das pro Jahr, und wir sprechen hier von einem Sechsjahres-Vertrag, circa 17 Millionen Euro an Abschreibung."

Durch den Transfer von Özil zum FC Arsenal habe Real einen "außerordentlichen Gewinn" gemacht, da der deutsche Nationalspieler damals für nur 15 Millionen Euro geholt wurde. Der Transfer von Bale sei für die laufende Saison also "mehr als überkompensiert."

Real Madrid mit enormen Transfergewinnen

Real Madrid habe in diesem Sommer mit 50 Millionen Euro für Mesut Özil und geschätzten 70 Millionen für die Spieler, die Real Madrid an den SSC Neapel verkauft hat, enorme Transfergewinne gemacht. Damit seien auch die Neuzugänge Isco und Illarramendi finanziert.

"Real hat Ausgaben in Höhe von 150 Millionen, dazu, so schätze ich, mindestens 130 Millionen Einnahmen, wovon viele außerordentliche Erträge sind."

"Das führt dazu [...], dass Real Madrid im nächsten Jahr einen neuen Umsatzrekord haben wird – und unterm Strich sogar schwarze Zahlen schreiben dürfte."

Rummenigge räumte jedoch auch ein, dass die gigantische Summe für nur einen Spieler "ein neuer Meilenstein im Fußball" sei.

Real im "engen Kreis der Favoriten"

Auf die Frage, ob Real nun der neue Topfavorit auf die Champions League sei, reagierte Rummenigge zögerlich. "Man muss sie zum engen Kreis der Favoriten hinzuzählen."

Auch den neuen Trainer bei den Königlichen sieht Rummenigge als Verstärkung: "[Carlo] Ancelotti wird dort wieder Ruhe reinbringen."

EURE MEINUNG: Stimmt ihr Rummenigge zu? Ist Gareth Bales Transfer durch Reals Einnahmen gedeckt?

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