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Königsblau bekommt mehr Variationsmöglichkeiten im offensiven Mittelfeld. Durch den Transfer von Boateng wird Julian Draxler die Last der Spielmacherrolle genommen.


Aus Gelsenkirchen berichtet:
Goal-Korrespondent Hassan Talib Haji

Es kam einer Sensation gleich: Der FC Schalke 04 verstärkt sich mit einem der besten Spieler des ruhmreichen AC Mailand. Kevin-Prince Boateng wurde gestern offiziell auf einer Pressekonferenz vorgestellt und wird am Samstagabend beim Bundesligaspiel gegen Bayer 04 Leverkusen höchstwahrscheinlich in der Startelf stehen. Julian Draxler wird seine Position im Zentrum wohl zunächst räumen müssen.

Boateng soll der neue Leader werden

Neben den fußballerischen Fähigkeiten des ehemaligen Mailänders soll "Prince" aber vor allem auch der Mannschaft als Antreiber und Fixpunkt dienen. Schalke 04 hat einen neuen Fels in der Brandung. Boateng ist selbstbewusst und von sich und seinem Können überzeugt. Im Schalker Team offenbarten die ersten Bundesligapartien, dass dies nicht jeder Spieler von sich behaupten kann.

Der 26-Jährige soll seine neuen Kollegen mitreißen und vorangehen. Dies wird er gegen Bayer Leverkusen wohl auch direkt von Beginn an tun dürfen, denn Trainer Jens Keller hat schon "eine Idee" wie er den Mittelfeldspieler einsetzen wird. Beim Abschlusstraining spielte Boateng im zentralen offensiven Mittelfeld und Julian Draxler rückte dafür auf die linke Außenbahn. Dem Jungspund wird die große Last der Spielmacherrolle genommen. Wie schwer diese auf dem erst 19-Jährigen Nationalspieler lag, war ihm anzusehen. In den ersten Begegnungen konnte er kaum Impulse setzen, wirkte zu angespannt und nervös. Nun hat Draxler einen erfahrenen Kämpfer an seiner Seite.

Die voraussichtliche Aufstellung

"Ich arbeite gerne mit jungen Trainern wie Jens Keller zusammen", sagte Boateng. Auch der in der Kritik stehende Übungsleiter hat den Rechtsfuß davon überzeugt, zu Schalke 04 zu wechseln. Bei dem Revierklub möchte der ghanaische Nationalspieler seine "Stärken einbringen und den jungen Spielern helfen." Vor allem der seitens der S04-Verantwortlichen hoch gehangene Siegeswille soll durch Boateng verkörpert werden. Und dieser stellt bereits gegenüber Schalke TV klar: "Die Gegner sollen nicht denken, dass sie jetzt auf den Platz kommen und die drei Punkte einfach so mitnehmen können. Und wenn, dann wird sich das jetzt ändern."

Aogo will Stammplatz

Bevor Boateng den Weg ins charismatisch rauchige Ruhrgebiet fand, heuerte bereits ein anderer Spieler auf Schalke an. Dennis Aogo wurde auf Leihbasis vom Hamburger SV verpflichtet und fand sich auf Schalke gleich gut zurecht. "Einige Jungs kenne ich sogar noch aus der Jugend. Mit Benedikt (Höwedes) und Roman (Neustädter) war ich im Sommer mit der Nationalmannschaft auf USA-Reise. Das hilft der Integration auf Schalke natürlich sehr."

Aogo drängt in die Mannschaft, denn er ist "nicht hierher gekommen, um mir das hier einfach nur anzugucken. Ich will spielen." Das wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit auch, da Christian Fuchs noch eine Sperre absitzt und Sead Kolasinac verletzt ist. Somit wird Aogo von Keller auf der linken Seite als Verteidiger gebraucht.

Ein Heimsieg soll es werden, denn wie der Ex-Hamburger richtig festhielt: "Schalke braucht die Punkte sehr dringend." Mit Bayer Leverkusen erwartet den S04 eines der derzeit stärksten Teams. Die Truppe von Trainer Sami Hyypiä gab in den ersten Spielen bislang keinen Punkt ab, gewann sie alle. Im Fokus steht die bärenstarke Offensive mit Sidney Sam und Torjäger Stefan Kießling. Beide trafen zusammen schon fünfmal in drei Spielen!

Der wackeligen Defensive (bereits neun Gegentore in drei Spielen) des S04 dürfte also ein stressiger Abend bevorstehen. Lob dem, der einen Kevin-Prince Boateng als Felsbrocken davorstellen kann.

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