Traumauftakt: 1. FSV Mainz 05 will gegen Hannover 96 nachlegen

Sieben Erfolge eroberte Mainz vor drei Jahren zu Saisonbeginn. Diesmal startete man mit deren drei. Den Erfolgslauf der "Bruchweg Boys" will Hannover unbedingt stoppen.

Hannover. Am 4. Spieltag der Bundesliga empfängt Hannover 96  am Samstag den 1. FSV Mainz 05. Ein echtes Spitzenspiel, gelang es den Niedersachsen doch aus drei Partien sechs Punkte zu holen. Die Gäste konnten bis dato sogar ihre weiße Weste bewahren und sind als eines von vier Teams mit drei Siegen gestartet.

Nach einer souveränen ersten Halbzeit geriet Hannover letzten Samstag gegen Schalke 04 nach der Pause gehörig unter Druck und musste am Ende glücklich sein, das 2:1 gegen die krisengeschüttelten Knappen ins Ziel gebracht zu haben.

Dass 96 nochmal in Bedrängnis geriet, hatte seine Ursache in der mangelhaften Chancenverwertung der Angreifer. "Unsere Effektivität vor dem Tor hat die Schalker im Spiel gehalten", kommentierte Trainer Mirko Slomka nach dem Dreier in seinem 200. Bundesligaspiel.

Verzichten muss er gegen Mainz auf Szabolcs Huszti, der nach seinem Platzverweis gegen Schalke vom DFB für drei Spiele gesperrt wurde. 96 legte dagegen Einspruch ein. "Ziel ist es, das Strafmaß für 'Szabi' zu reduzieren, weil es nach unserer Auffassung zu hoch ist", bestätigte Sportdirektor Dirk Dufner der Hannoverschen Allgemeinen.

Mainz 05 startet wieder mit Siegesserie

In Mainz spricht man bereits von einem Revival der "Bruchweg Boys", die vor drei Jahren angeführt von Lewis Holtby und Andre Schürrle mit sieben Siegen in Serie in die Saison gestartet waren. Die Holtbys und Schürrles von heute: Nicolai Müller und Eric Maxim Choupo-Moting, doch Trainer Thomas Tuchel, damals bereits an der Seitenlinie, tritt auf die Euphorie-Bremse.

"Wir werden jetzt nicht anfangen zu träumen. Das ist vielleicht die alte Leier, aber auch die Wahrheit. Wir werden das genießen und nicht abheben", versucht der Trainer gegenüber kicker Team und Umfeld vor dem Abheben zu bewahren.

"Unheimlicher Zusammenhalt"

"Die Mannschaft strahlt einen unheimlichen Zusammenhalt aus und lebt unsere Werte vorbildlich", fand Tuchel trotzdem lobende Worte für die Mannschaft, welche seine Vorgabe, noch ergebnisorientierter zu spielen, perfekt umsetzt.

Dies sieht auch Julian Baumgartlinger als Grund für den Höhenflug: "Von der Leistung und Spielanlage her waren wir im Vorjahr schon mit vielen Mannschaften im vorderen Tabellenbereich auf Augenhöhe. Aber nicht vom Ergebnis. Da haben wir Spiele verloren, weil wir zu naiv und nicht effizient genug waren", bestätigte der Österreicher dem kicker.

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