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BVB-Sportdirektor Michael Zorc will auch in Zukunft an der Gehaltspolitik der Borussia festhalten - auch wenn damit hochkarätige Abgänge verbunden sind.

Dortmund. Michael Zorc ist gegen eine Anhebung der Spielergehälter bei Borussia Dortmund. Das aktuelle Gehaltsgefüge sei für die Mannschaftsbildung förderlich, auch wenn dadurch Abgänge riskiert würden. Eine Verteilung der Champions-League-Einnahmen auf alle Bundesligavereine hält er nicht für nötig, die Liga sei ausbalanciert. Youngster Jonas Hofmann hingegen darf mit mehr Geld rechnen.

Trotz namhafter Abgänge keine großen Gehaltserhöhungen

Im Interview mit der Sport Bild gab Zorc zu, dass die Spielergehälter in den vergangenen Jahren gestiegen sind. "Ich bin dennoch dafür, dass wir uns eine gewisse Gehaltshygiene bewahren", so der Sportchef. Diese wirke sich "letztlich positiv auf die Atmosphäre in der Mannschaft" aus. Hoffnungen auf eine Gehaltserhöhung kann sich das Talent Jonas Hofmann machen. "Wir nehmen für uns in Anspruch, die Spieler leistungsgerecht zu bezahlen", erklärte Zorc. "Da werden wir etwas machen", versicherte er.

Mit Mario Götze verlor Dortmund bereits einen wichtigen Spieler an den FC Bayern München. Auch Robert Lewandowski wird seinen 2014 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Dortmund werde aber weiter versuchen, die Spieler mit der Aussicht auf Fortschritt zu überzeugen. "Das wird auch in Zukunft unser Weg sein", bestätigte Zorc.

Genug Umverteilung in Deutschland

Einer Umverteilung der finanziellen Gewinne aus der Champions League, wie zuletzt von Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzendem Heribert Bruchhagen gefordert, bedürfe es in Deutschland nicht. "Ich glaube, dass die Balance in der Bundesliga grundsätzlich stimmt", sagte Zorc. Der Sportdirektor verwies auf das letzte Jahrzehnt: "Es hat in ihrer (die Bundesliga, d. Red.) Geschichte beispielsweise noch nie so viele unterschiedliche Meister gegeben wie in den vergangenen zehn Jahren."

Außerdem sei die Situation in Deutschland ohnehin besser als in anderen Ligen. "Die Bundesliga-Spitzenklubs leisten doch schon hohe Solidargelder", meint Zorc: "Denken Sie doch nur mal daran, wie groß in Spanien der TV-Gelder-Anteil ist, den alleine Real Madrid und der FC Barcelona abschöpfen."

Der BVB schließt am kommenden Sonntag den vierten Spieltag gegen Eintracht Frankfurt ab. Am Donnerstagabend wird Dortmunds Gruppe für die diesjährige Champions-League-Saison ausgelost.

EURE MEINUNG: Sollte Dortmund seinen Spielern mehr Geld bezahlen um Spieler wie Götze zu halten?

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