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Bayerns Thiago: "Mir gefällt die offensive Position besser"

Thiago Alcantara fehlt derzeit verletzt, nun spricht er über Systemfragen unter Pep und seine Lieblingsposition.

München. Thiago Alcantara hat in einem Interview ein taktisches Missverständnis im System von Trainer Pep Guardiola aufgeklärt. Der Mittelfeldspieler des FC Bayern Münchensprach zudem über seine Lieblingsposition, seine Wechselgründe, die derzeitige Verletzung und die Gefühlswelt seines Trainers.

Im Interview mit der Sport Bild sagte Thiago, angesprochen auf die Umstellung von der Doppelsechs auf ein System mit nur einem defensiven Mittelfeldspieler: "Wenn alle mitarbeiten, wird es in der Defensive ein 4-3-2-1-System." Die beiden offensiveren zentralen Spieler müssten Bastian Schweinsteiger, der für gewöhnlich den defensiven Part übernimmt, unterstützen. "Bastian ist nie alleine, er ist nicht unser einziger Sechser", erklärte Thiago.

Der Spanier selbst ist im Mittelfeld variabel einsetzbar, kann sowohl defensiv als auch offensiv spielen. "Ich bin auf beiden Positionen glücklich. Aber die offensivere Position, die näher am gegnerischen Tor ist, gefällt mir etwas besser", ließ Thiago durchblicken.

"Wollte etwas Neues kennenlernen"

Der 23-Jährige war im Sommer vom FC Barcelona als Guardiolas Wunschspieler verpflichtet worden. Das Begehren des Trainers habe ihn stolz gemacht. Die Gründe für den Wechsel waren allerdings vielfältig. "Ich wollte mich weiterentwickeln", erläuterte er, "auch etwas anderes kennenlernen. Die Zeit war reif für etwas Neues." In Deutschland wolle sich Thiago "eine andere Spielweise aneignen, eine neue Herausforderung suchen".

Zunächst fällt der Neuzugang aber mit einem Syndesmosebandriss rund sieben Wochen aus. Bei Bayern erhalte er aber genügend "moralische Unterstützung". Auch der Trainer, den er bereits aus gemeinsamer Zeit bei Barcelona kennt, werde ihm zu einer schnellen Rückkehr verhelfen.

Guardiola wie jeder andere Trainer

Dieser sei "eigentlich wie jeder andere Trainer". Auch Guardiola könne ungemütlich werden, sei aber "immer fair" und behandle jeden Spieler gleich. "Wenn es gut läuft, ist er glücklich", erzählte Thiago, "wenn nicht, kann er auch mal böse sein."

Der FC Bayern spielt am Freitag den Europäischen Supercup gegen den FC Chelsea aus. Am Dienstag ließen die Triple-Sieger der letzten Saison beim 1:1 gegen den SC Freiburg erstmals Punkte liegen.


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