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Franck Ribery erklärte im Interview, warum er gerne mal vom Trainer einen Klaps bekommt und dass er zu Chelsea hätte gehen können.

München. Franck Ribery hat seine gute Frühform (ein Tor, zwei Vorlagen) auf das gute Verhältnis zu Trainer Pep Guardiola zurückgeführt. Er benötige eine Vertrauensbasis, um seine Leistung abrufen zu können. Das bislang noch stockende Spiel des FC Bayern München werde mit der Zeit noch kommen. Die mögliche Auszeichnung des Fußballers des Jahres wäre für den Franzosen eine weitere Belohnung der letzten Saisonleistung. Zudem offenbarte er Jose Mourinhos Werben um in.

Bereits in der letzten Saison, in der die Münchner das Triple holten, sei Riberys Beziehung zum Trainer ausschlaggebend für die Leistungen des Franzosen gewesen. Im Interview mit dem kicker erklärte er: "Die Lebensfreude, der Kontakt zu ihm und zu den Spielern, die Herzlichkeit, all das brauche ich, um gut zu sein." Auch Guardiola gebe ihm all das. "Ich habe schon viele Gespräche mit ihm gefürt. Ich habe ihn gut kennenlernen können und er mich auch", sagte Ribery.

Vor allem "die kleinen Details" würden ihm weiterhelfen. "Ein Hallo, ein kleiner Klaps, ein Kommentar, ein Lob. Das gibt mir Vertrauen, und nur wenn ich das habe, kann ich auch das Beste geben", beschrieb Ribery. Er müsse sich zwar "nicht wichtig fühlen, aber ich brauche eine Beziehung."

Neue Art zu spielen braucht Zeit

Trotzdem könne natürlich noch nicht alles reibungslos funktionieren. "Es gibt neue Laufwege, neue Anforderungen, eine neue Art zu spielen", beschrieb der 30-Jährige und fügte hinzu: "Das dauert." Dass der Fußball auch die Massen begeistert, sei ein wichtiger Aspekt. "Wenn du gewinnst und keine Freude, keine Spaß dabei hast, dann ist das nicht gut. Grundsätzlich sollen die Zuschauer mit einer großen Freude über unser Spiel nach Hause gehen, und so denkt auch der Trainer, glaube ich."

Der Mittelfeldspieler ist bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres unter die besten Drei gekommen, hat Chancen auf die Trophäe. "Dieser Titel wäre mir sehr wichtig, denn ich habe alles Notwendige dafür getan", erläuterte er. Er habe "wie ein Verrückter" gearbeitet, auch in der Freizeit trainiert. Bei einer Nichtberücksichtigung wäre er "ein wenig traurig". "Ich würde mir aber sagen, ich habe alles versucht, aber es sollte nicht sein", so Ribery.

Vorfreude auf Chelsea

Am Mittwoch spielt Bayern im europäischen Supercup gegen den FC Chelsea. Ribery weiß: "Das wird nicht einfach." Im Fokus bei den Londonern steht vor allem Trainer Jose Mourinho, der von Real Madrid zurückgekehrt ist. "Wir haben uns schon oft unterhalten", berichtete Ribery und verriet: "Er wollte mich unbedingt zu Chelsea holen." Trotz des damals gescheiterten Wechsels sei das Verhältnis zwischen den beiden intakt. "Wir haben ein gutes Verhältnis und respektieren uns sehr", so der Bayern-Profi, "aber natürlich will ich ihn schlagen."

Franck Ribery wechselte 2007 von Olympique Marseille zu den Bayern. Vergangene Saison hatte er mit wettbewerbsübergreifend 40 direkten Torbeteiligungen maßgeblichen Anteil am Triple-Gewinn der Münchner.

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