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In der vergangenen Woche sorgte die pikante Geschichte für viel Aufsehen – nun äußerte sich der Hertha-Trainer. Wie hoch der Wahrheitsgehalt der Affäre ist, bleibt indes offen.

Berlin. Nach drei Spielen weiterhin ungeschlagen, mit sieben Punkten auf dem fünften Tabellenplatz, dazu noch der beste Start, den die Berliner jemals in der Bundesliga hinlegten – eigentlich müssten bei Aufsteiger Hertha BSC alle vollauf zufrieden sein. Aber eben nur eigentlich, denn ein Bericht aus der Vorwoche sorgte für viel Wirbel. Trainer Jos Luhukay äußerte sich nach dem Sieg über den HSV fast vier Minuten lang zu dem Thema.

Mädchen gab sich als 19 aus

Wie das Boulevardblatt BZ berichtete, hätten drei Spieler des Aufsteigers, dazu noch ehemalige Profis, eine Affäre mit einem erst 16-Jährigen Mädchen gehabt. Dieses soll sich als 19 ausgegeben haben und hat mittlerweile Selbstanzeige erstattet, da sie die Unterschrift ihrer Mutter unter dem Vertrag, den sie mit der berichtenden Zeitung schloss, gefälscht hatte. Zudem zog sie ihre Aussagen bezüglich des Geschlechtsverkehrs zurück, betonte, noch Jungfrau zu sein. Der Rest der Geschichte soll jedoch wahr sein.

Das alles spielte sich vergangene Woche innerhalb zweier Tage ab, Herthas Manager Michael Preetz reagierte als einer der ersten auf die schmutzigen Vorwürfe: "Wir betrachten das als einen Versuch, Hertha BSC zu schaden!"

"Hat nichts mit Normen und Werten zu tun"

Weiter wollten sich die Berliner dann zu dem Thema nicht äußern, die Konzentration sollte ganz und gar dem HSV-Spiel gelten. Im Anschluss an dieses erklärte dann ein emotional sichtlich angefasster Luhukay: "Wir müssen alle mal darüber nachdenken: Was wir alle gemeinsam in der Öffentlichkeit darstellen, hat nichts mehr mit Normen und Werten zu tun. Es ist eine peinliche Situation für alle Beteiligten. Und dann muss man sich noch auf ein Fußballspiel konzentrieren, wo man die maximale Leistung abrufen muss."

Weiter sah der Coach darin ein gesellschaftliches Problem: "Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir knallhart mit Sachen konfrontiert werden. Ich finde das aus menschlicher Sicht schlimm, auch als Vater von zwei Kindern. Man wird mit etwas konfrontiert, was nicht mit Sport oder Fußball zu tun hat, sondern mit privaten Angelegenheiten."

Luhukay konnte nicht schlafen

Die Konzentration auf das Spiel gegen die Hamburger wurde damit gestört. Er habe "die letzten Tage nicht viel geschlafen. Ich denke, viele Menschen haben die letzten Tage nicht geschlafen." Somit war es dem Niederländer auch nicht möglich, sich zu einhundert Prozent auf Fußball zu konzentrieren. In der Konsequenz konnte er sich auch nicht über den zweiten Heimsieg freuen.

Abschließend sagte der Fußball-Lehrer: "Ich weiß nicht, was in den nächsten Tagen passiert, aber wir sind dafür da, Hertha BSC erfolgreich Fußball spielen zu lassen. Wir werden gemeinsam versuchen, alles wieder in die richtige Richtung zu lenken. Und damit möchte ich es belassen."

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