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Insgesamt zehn Jahre verbrachte der 22-Jährige in Nachwuchsteams von Bayer 04. Nun kommt er nach viel versprechenden ersten Bundesliga-Auftritten mit Gladbach in die BayArena.

Mönchengladbach/Leverkusen. Ihn als einen der ersten Shooting-Stars der neuen Bundesliga-Saison zu bezeichnen, wäre nach nur zwei Spieltagen wahrscheinlich verfrüht. Aber: Mit der couragierten Vorstellung beim FC Bayern und der starken Leistung inklusive Premieren-Tor gegen Hannover 96 hat sich Borussia Mönchengladbachs Christoph Kramer zumindest in den Vordergrund gespielt.

Am Samstag steht nun ein weiteres Highlight an. Oder Herr Kramer? "Wenn ich ehrlich bin, verspüre ich keine besondere Brisanz in meinem Körper. Ich will das Spiel einfach gewinnen", sagte der Neu-Borusse vor der Partie bei seinem Heimatverein Bayer Leverkusen gegenüber der Online-Ausgabe der Westdeutschen Zeitung.

Mit acht Jahren kam Kramer einst zum Werkself-Nachwuchs und durchlief mit Ausnahme seiner zwei U17-Jahre bei Fortuna Düsseldorf alle Jugendmannschaften bis hoch zur U23. 2011 folgte dann die Leihe zum VfL Bochum.

Kramer hat Spaß an der Arbeit mit Favre

In der zweiten Liga entwickelte sich der dribbel- aber gleichzeitig auch lauf- und zweikampfstarke Mittelfeldspieler so gut, dass ihn Lucien Favre nach Gladbach lotste. "Der Trainer spricht viel mit den Spielern, probiert einen weiterzuentwickeln, gibt gute Tipps. Das ist sehr positiv", ist Kramer beeindruckt von dem Schweizer. Das Timing für das Abspiel habe er unter Favre ebenso bereits verbessert wie seine Technik und seinen schwächeren Fuß.

Und was schätzt der Coach wohl an ihm? "Ich bin in der Lage, eine gute Balance zwischen der Rolle als Spieleröffner und Abräumer zu finden", formuliert der 22-Jährige seine entscheidende Qualität für die Sechserposition im Fohlen-System.

Völler will ihn 2015 zurück, Eberl glaubt an Option

Seinen tollen Start im Haifischbecken Bundesliga will er indes nicht überbewerten: "Im Fußball geht es schneller wieder runter als nach oben." Wohin es für ihn dabei nach 2015 geht, ist noch ungewiss. Dann endet das Leihgeschäft mit Leverkusen. Bayers Sportdirektor Rudi Völler will ihn wieder in seinen Reihen begrüßen. "Kramer kommt dann vermutlich als gestandener Bundesligaspieler zurück", sagte der frühere Nationaltrainer gegenüber der Bild.

Völlers Pendant Max Eberl sieht jedoch Möglichkeiten für einen weiteren Verbleib: "Wenn Bayer 2015 aber nein sagt, haben wir eine Option und einen festen Preis, für den wir Kramer holen."

"Ich bin ganz und gar Borusse"

Für den Spieler selbst scheint die Tendenz bei fortwährend guter Entwicklung eher zur Borussia zu gehen. "Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn Borussia mich ganz verpflichtet hätte. Das ist ein Klub, bei dem ich gut aufgehoben bin, der mir von seiner gesamten Struktur gefällt. Ich bin ganz und gar Borusse." Zur aktuellen Leverkusener Truppe habe er dagegen "nicht die große Verbindung", wenngleich er betont, dass er seinem Heimatverein viel zu verdanken habe.

EURE MEINUNG: Wie verläuft die Entwicklung von Christoph Kramer weiter?

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