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Rummenigge ist bereit auf die Fans des FC Bayern München zuzugehen, stellt jedoch auch Bedingungen. Außerdem stellt er sich vor Uli Hoeneß - und auch vor den Stadtrivalen 1860.

München. Karl-Heinz Rummenigge hat den Fans des FC Bayern München angeboten, auf deren Wünsche einzugehen, wenn der Verein von Disziplinarstrafen verschont bleibt. Die Installation von Drehkreuzen vor der Südtribüne, die bei den Fans für Unmut gesorgt hatte, sei rechtlich aber unumgänglich. Für Schmähungen von Präsident Uli Hoeneß hat der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters kein Verständnis.

Im Interview mit der tz stellte Rummenigge den Abbau der Sitzplätze in zwei Blöcken der Allianz Arena in Aussicht, allerdings nur unter Bedingungen. "Wenn wir uns Geld bei Strafen der Pyrotechnik sparen, sind wir gerne bereit, über solche Wünsche nachzudenken", erklärte er.

In der Champions League sind Stehplätze nicht erlaubt, die Sitze müssten also je nach Wettbewerb angebracht und abgebaut werden. "Und das kostet Geld", weiß Rummenigge. "Aber das kann man in die Hand nehmen, dazu sind wir grundsätzlich bereit, wenn wir uns die 200.000 Euro sparen, die letzte Saison als Strafe für den FC Bayern angefallen sind."

Stimmungsboykott der Ultras

Der 57-Jährige will auf die Fans zugehen: Die Kritik an der Abschaffung der Auswärtsdauerkarte für die Champions League habe man bereits zur Kenntnis genommen und die Karte wieder eingeführt. Der Protest gegen die neu installierten Drehkreuze vor der Südtribüne sei aber nicht die Schuld des Vereins. Die dort ansässigen Ultras hatten die Verantwortlichen beim Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach (3:1) mit Schweigen abgestraft.

"Wir haben bei Spielen wie gegen Barcelona, Juventus oder Dortmund festgestellt, dass die Kurve massiv überfüllt war", schildert Rummenigge die Problematik. Ohne die Eingangskontrolle verstoße der Verein bei derartiger Überfüllung "gegen Sicherheitsbestimmungen und Auflagen des Kreisverwaltungsreferats und der Feuerwehr". Man sei "gemäß Gesetz also gezwungen, Dinge zu verändern". Trotzdem werde man den Dialog suchen.

Kein Verständnis für Hoeneß-Schmähungen

Fans von Gladbach und auch Eintracht Frankfurt hatten Vereinspräsidenten Uli Hoeneß, der wegen Steuerhinterziehung angeklagt ist, mit lauten Schmähgesängen beleidigt. Rummenigge zürnt, aber nicht nur den Fans: "Was mir auch missfällt, ist, dass die anderen Klubs überhaupt nichts dagegen tun!" Die Vereine seien in der Pflicht, ihre Anhänger zu zügeln.

Den Stadtrivalen 1860 München nahm Rummenigge hingegen in Schutz. Beim 1:0-Sieg der Löwen gegen den FC Ingolstadt hatten Fans der Münchner Danny da Costa rassistisch beleidigt. "Der Klub 1860 kann eigentlich gar nichts dafür", die rassistischen Fans seien eine "absolute Minderheit": "Man muss aufpassen, dass man da nicht eine ganze Kurve diskreditiert", mahnt der 57-Jährige.

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