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Klopp: "Götzes sportlicher Verlust ist völlig egal"

Der Trainer von Borussia Dortmund hat den Abgang von Mario Götze nach eigener Aussage gut verkraftet. Auf gesponserte Vereine und Vergleiche mit Pep Guardiola gibt er nicht viel.

Dortmund. Laut Trainer Jürgen Klopp hat Borussia Dortmund den Abgang von Mario Götze gut verkraftet - und den 21-Jährigen sportlich gleichwertig ersetzt. Viele Parallelen zu Götzes neuem Trainer Pep Guardiola bei Bayern München sieht der 46-Jährige bei sich nicht. Außerdem äußerte er sich zu seiner Zukunft und zu Vereinen mit tiefen Taschen.

Für 37 Millionen Euro war Mario Götze in der Sommerpause zu den Bayern gewechselt. Für Klopp ist das Thema mittlerweile ad acta gelegt. "Nein, ich hab' schon Schlimmeres im Leben erlebt als diesen Moment, als uns Mario Götze weggekauft wurde", betont Klopp im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Der Zeitpunkt - der Wechsel wurde vor dem Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid bekanntgegeben - sei überraschend gewesen, prinzipiell sei aber klar gewesen: "Irgendwann wird er gehen."

Der Verein sei ohne Götze nicht schwächer als zuvor, bekräftigt der Meistertrainer von 2011 und 2012: "Der rein sportliche Verlust ist jetzt schon wieder völlig egal." Schließlich habe man ähnliches schon mit Shinji Kagawa und Lucas Barrios erlebt, die den BVB angesichts hochdotierter Offerten verlassen hatten. "Jeder, der von uns weggeholt wurde, wurde von einem ersetzt, den wir auch geil finden", so Klopp. Vor der Saison hatten die Schwarz-Gelben fast 50 Millionen Euro in hochkarätige Neuzugänge wie Henrikh Mkhitaryan oder Pierre-Emerick Aubameyang investiert und sind nach zwei Spieltagen Tabellenführer.

Klopp: "Arbeite anders als Guardiola"

Ein Hauptgrund für den Wechsel Götzes nach München war die Verpflichtung Guardiolas, der mit dem FC Barcelona Rekorde aufgestellt und Lionel Messi zum Weltstar geformt hatte. "Ich mag am Fußball möglicherweise ein paar andere Dinge als er", wehrt sich der BVB-Trainer gegen Vergleiche. "Dadurch arbeiten wir komplett anders."

Gewisse Parallelen kann Klopp aber nicht abstreiten. "Nicht komplett unähnlich sind wir, wenn ich höre, wie er über Spieler spricht", gibt er zu. Insgesamt könne er aber "nicht einschätzen, ob Guardiola oder sonst jemand gewisse Dinge besser macht als ich."

"Mit viel Geld kann man auch viel Mist machen"

Im europäischen Top-Fußball ist der gebürtige Stuttgarter mittlerweile heißbegehrt. Auf die Strukturen eines finanziell besser ausgestatteten Klubs hat er aber keine Lust, stellt er klar: "Mir ist es lieber so wie in Dortmund, wenn ich mir jede Woche Gedanken machen müsste, wie der Mancini zuletzt bei Manchester City, ob ich lieber Balotelli, Dzeko, Tevez oder Agüero oder doch alle gleichzeitig auf dem Feld stürmen lasse." Sein Fazit: "Mit ganz viel Geld kann man auch ganz viel Mist machen."

Auch deshalb sei ein Wechsel vor Ablauf seines bis 2016 dotierten Vertrages überhaupt kein Thema: "Ich denke keine Sekunde darüber nach, woanders hin zu wollen, nur weil das jemand in den Raum stellt."

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