1899 Hoffenheim: Nächste Show beim SC Freiburg?

Während Markus Gisdol in Hoffenheim schon die Euphorie bremsen muss, herrscht in Freiburg trotz zweier Niederlagen zum Auftakt demonstrative Gelassenheit.

Sinsheim. 5:1 in Hamburg – die Fans von 1899 Hoffenheim konnten es kaum fassen, wie ihre Elf am letzten Samstag an der Elbe auftrumpfte. Der HSV, mit einem 3:3 auf Schalke gestartet, wurde mit eindrucksvollen Kontern demontiert. Wie viel der triumphale Auftritt im Norden wert ist, wird sich am Samstag (15.30 Uhr) gegen SC Freiburg zeigen.

Insbesondere das Zusammenspiel von Roberto Firmino und Anthony Modeste verzückte. Auch im Breisgau hat dies bleibenden Eindruck hinterlassen. "Ich glaube, dass sie jetzt eine ganz andere Mannschaft sind, als in der vergangenen Saison. Deshalb darf man sicher nicht den Fehler machen, das miteinander zu vergleichen", erklärte Freiburgs Sebastian Freis.

Für Fast-Absteiger Hoffenheim ist nun ein Erfolg gegen das Sensationsteam der Vorsaison fast schon Pflicht. So schnell wachsen die Erwartungen im Umfeld.

Gisdol mahnt vor übertriebener Euphorie

Schon vergangenes Wochenende bremste Markus Gisdol deshalb die Euphorie, warnte, sich nicht von dem klaren Resultat blenden zu lassen. Bei der Pressekonferenz am Donnerstag fand er abermals mahnende Worte.

"Das Leistungsniveau ist sehr dicht. Da entscheiden Kleinigkeiten und Momente. Die sind zuletzt gegen Freiburg gelaufen", verdeutlichte Hoffenheims Trainer: "Mit ein bisschen Glück hätten sie in Leverkusen einen Punkt mitnehmen können."

Trotz zweier Auftaktniederlagen übt man sich beim Sportclub demonstrativ in Gelassenheit. Das Vertrauen in Christian Streich, der die Elf aus fast aussichtsloser Lage zum Klassenerhalt und eine Saison später in den Europacup führte, ist groß.

Hanke droht auszufallen

"Wir müssen läuferisch und kämpferisch alles einbringen, um selbst zum Fußballspielen und zu Erfolgserlebnissen zu kommen", so der 48-Jährige. Mehrfach gab er zu verstehen, dass der immense Umbruch im Sommer andauere, die neuen Spieler das System erst verinnerlichen müssen.

Gerade jetzt, wo die Mannschaft sich finden müsste, schmerzt Mike Hankes Kapselverletzung im Knie ganz besonders. Der Neuzugang verletzte sich in der zweiten Halbzeit gegen Mainz und konnte seither nicht mehr trainieren. "Wir hoffen noch, dass er rechtzeitig zu uns stößt."

"Wäre schön, wenn wir Paroli bieten könnten"

Wer den Angreifer ersetzen könnte, darüber ist Streich noch unschlüssig. Admir Mehmedi übernahm etwa die Rolle nach Hankes Auswechslung. Karim Guede aus dem Mittelfeld nach vorne zu beordern wäre eine andere Option.

Streich wünscht sich jedenfalls ein "umkämpftes Spiel. Es wäre schön, wenn wir Hoffenheim Paroli bieten könnten." Ob er da schon die Zahlen zum Duell kannte? Der letzte Auswärtssieg ist nämlich bereits sechs Partien her und datierte aus dem Jahr 2010.

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