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Borussia Dortmund mit Rekordumsatz: Steigerung um 42 Prozent auf 305 Millionen Euro

Zwei Meisterschaften, ein Pokalsieg und die Teilnahme am Champions-League-Finale stehen für den BVB zu Buche. Auch finanziell machen sich die sportlichen Erfolge nun bemerkbar.

Dortmund. Das börsennotierte Fußball-Unternehmen Borussia Dortmund boomt und ist in neuen Dimensionen vorgestoßen. Mit einem Rekordumsatz von 305 Millionen Euro hat der Champions-League-Finalist das abgelaufene Geschäftsjahr per Stichtag 30. Juni 2013 beendet. Damit stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr (215,2 Mio. Euro) um 42 Prozent. Auf der Bilanz-Pressekonferenz am Donnerstag verkündete Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zudem einen Netto-Gewinn vont 53,3 Millionen Euro (Vorjahr: 34,3 Mio. Euro). Das bedeutet Liga-Rekord.

Zum zweiten Mal seit dem Börsengang 2000 wird die Borussia Dortmund GmbH KGaA ihren Aktionären somit erneut eine Dividende zahlen. Nach sechs Cent pro Aktie im Vorjahr sollen diesmal zehn Cent gezahlt werden.

BVB-Boss Watzke wollte die Erfolgsbilanz nicht nur mit den Transfererlösen wie zum Beispiel dem Verkauf von Mario Götze für 37 Millionen zu Bayern München begründet wissen. "Wenn man die Transfers rausrechnet, haben wir noch immer 253 Millionen Euro umgesetzt, was einem Plus von 35 Prozent entspricht", erklärte Watzke.

Der wirtschaftliche Erfolg (Watzke: "Das beweist, dass wir für die Zukunft gut aufgestellt sind.") wurde beflügelt durch den Erfolg in der Champions League. Die Einnahmen auf dem Weg ins Endspiel in London betrugen allein durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) mehr als 54 Millionen Euro. Hinzu kommen zwölf Millionen Euro Einnahmen aus den sechs Heimspielen plus Sponsorenprämien.

Leistungsbezogene Verträge bei der Borussia

Für das laufende Geschäftsjahr plant der BVB unter anderem mit einem Etat für den Profi-Kader mit stark leistungsbezogenen Verträgen in Höhe von rund 65 Millionen Euro. Die Kalkulationen des BVB sind konservativ und basieren unter anderem auf einer Bundesliga-Ausbeute von 70 Punkten, dem eventuellen Aus in der Gruppenphase der Champions League und einem Scheitern in Runde zwei des DFB-Pokals.

"Borussia Dortmund befindet sich derzeit in einer entscheidenden Phase, was die Nachhaltigkeit angeht", erklärte Watzke. Deshalb habe man auch Robert Lewandowski nicht verkauft, weil man die bestmögliche Mannschaft auf den Rasen schicken wollte. Darüber seien sich alle Gremien im Verein einig gewesen. "Das ist ein Beispiel für Nachhaltigkeit und Ambitionen", betonte Watzke und ließ die Aktionäre wissen: "Wir werden nie wieder Schulden machen um des sportlichen Erfolgs willen."

An der Börse wurden die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate positiv aufgenommen. Der Kurs der BVB-Aktie lag am Freitag bei 3,55 Euro, im vergangenen Jahr wurde das Papier zur gleichen Zeit für 2,64 Euro gehandelt.

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