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"Überforderte" Führungskräfte: Kreuzer und Jarchow knöpfen sich HSV-Spieler vor

Ein Debakel und seine Folgen: Der HSV steht im Kreuzfeuer der Kritik - die Spieler erhalten jedoch keinerlei Rückendeckung. Vielmehr schlägt der Sportchef raue Töne an.

Hamburg. Oliver Kreuzer hat sich nach der 1:5-Blamage des Hamburger SV gegen 1899 Hoffenheim seine Führungsspieler vorgeknöpft. "Wenn sie binnen einer Woche einen solchen Leistungsabfall haben, können das die anderen nicht auffangen", sagte der 47-Jährige am Sonntag.

"Man sieht, dass die erfahrenen Akteure in solchen Phasen auch Probleme mit sich selbst haben und überfordert sind, Stabilität in unser Spiel zu bringen", so Kreuzer und ergänzt: "Mich würde interessieren, was die Spieler selbst dazu sagen."

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Auch HSV-Vorstandsboss Carl Jarchow fällte ein ernüchterndes Urteil. "Die Spieler haben als Mannschaft versagt", sagte Jarchow Sky Sport News HD. Die Entscheidung von Trainer Thorsten Fink, zwei Tage trainingsfrei zu geben, wollte der Politiker nicht kommentieren.

Van der Vaart in der Pflicht

Manager Kreuzer erhöhte vor allem den Druck auf Kapitän Rafael van der Vaart. "Wir erwarten eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zum letzten Jahr", sagte Kreuzer. Auf Schalke habe der niederländische Nationalspieler ein überragendes Spiel gemacht.

Seinen Auftritt gegen Hoffenheim, den die Fans mit wütenden Pfiffen quittiert hatten, bezeichnete Kreuzer als "mäßig bis schlecht".



Das Verhalten van der Vaarts, der nach seiner Auswechslung kurz vor dem Ende die Kapitänsbinde entnervt auf das Spielfeld geworfen hatte, wollte der Sportdirektor nicht überbewerten. "Da kann man drüber hinwegsehen. Es gibt Schlimmeres", sagte Kreuzer.

"Mannschaft hat weiterhin unser Vertrauen"

Als Hauptproblem des Hamburger Spiels nannte der Ex-Bayern-Profi die Defensive. "Wir bekommen zu viele Gegentore. Gestern fünf, auf Schalke drei, gegen Dresden waren es vier und gegen West Ham drei. Wir müssen lernen, dass die Basis des Erfolgs in der Defensive gelegt wird. Da musst du in der Lage sein, auch mal zu Null zu spielen", monierte Kreuzer.

Saisonübergreifend kassierten die Hanseaten gegen die Kraichgauer zum elften Mal nacheinander mindestens ein Gegentor, allein acht waren es in den bisherigen zwei Partien der aktuellen Spielzeit.

Noteinkäufe wie in der vergangenen Saison schließt Kreuzer aber aus. "Es bringt jetzt nichts, in Panik zu verfallen und fünf neue Spieler zu holen - zumal wir das Geld dazu gar nicht haben", sagte der Sportchef: "Die Mannschaft hat weiterhin unser Vertrauen."

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