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Borussia Mönchengladbach gewinnt das erste Heimspiel der Saison gegen Hannover 96 mit 3:0. Nach dem Spiel zeigt sich Trainer Lucien Favre mal wieder hochzufrieden.

Mönchengladbach. Der Mann ganz rechts auf dem Stuhl sah ziemlich glücklich aus, und das ist bei Lucien Favre ja keine Selbstverständlichkeit. Ein Jahr lang hatte der Trainer von Borussia Mönchengladbach sein Leid geklagt. Er war nicht zufrieden mit dem Fußball, den sein Team spielte, und mit dem Personal, das ihm zur Verfügung stand. Das erkannte jeder, der den Schweizer beobachtete, man musste ihm nicht einmal zuhören, um zu dieser Erkenntnis zu kommen.

Schnell, flach und aggressiv

In diesen Wochen vollzieht sich ein Wandel. Favre war schon im Trainingslager der Borussia in der Sommerpause als gut gelaunter Kerl aufgefallen, und auch die Auftaktniederlagen in Darmstadt im Pokal und in München in der Liga hatten ihm nicht allzu sehr zugesetzt. Dann gewann Mönchengladbach am Samstagabend gegen Hannover 96 mit 3:0. Es war eine fantastische Darbietung, die Mannschaft spielte so Fußball, wie Favre es liebt: schnell, flach und aggressiv.

Dementsprechend positiv fiel Favres Analyse aus, für seine Verhältnisse lobte er seine Jungs gar überschwänglich. „Sehr, sehr zufrieden“, sei er, sagte der Coach: „Wir haben noch zu tun, aber spielerisch war das sehr, sehr gut.“ Favre fügte hinzu: „Nur manchmal war das nicht top.“ Hin und wieder müsse sein Team noch schneller und flachen spielen, erklärte er:  „Aber das braucht seine Zeit. Das wird kommen.“ In der vergangenen Saison noch gab es in Favres Erklärungen meist einen anderen Ablauf. Erst rang sich der Coach ein Lob für dieses oder jenes ab, dann schränkte er ein.



Nun aber herrscht, zumindest für den Moment, große Zufriedenheit. Gegen Hannover hat Gladbach gezeigt, wie viel Potenzial es hat. Das Trio Max Kruse, Raffael und Patrick Herrmann kann zu einer sehr guten Offensiv-Reihe reifen, im defensiven Mittelfeld ist Granit Xhaka in den vergangenen Monaten stabiler geworden und entpuppt sich Christoph Kramer als sinnvolle Verpflichtung.

Der von Bayer Leverkusen ausgeliehene Spieler bewies gegen Hannover, dass er die richtige Balance zwischen Defensiv- und Offensiv-Arbeit finden kann. Dass er das 2:0 selbst erzielte, tat sein Übriges zu einem positiven Eindruck. Kruse indes war es, der das 1:0 besorgte. Filip Daems schoss das 3:0 per Handelfmeter.

„Es hat sehr gut geklappt, keine Frage. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben sehr gut verteidigt und gut nach vorne gespielt. Es war ein sehr guter Tag für uns und wir sind froh, dass es so gut geklappt hat“, sagte Kruse, der im Sommer aus Freiburg an den Niederrhein gewechselt war.

Sein Transfer ist nur einer der Gründe dafür, dass Favre in diesen Tagen wieder ein zufriedener Mensch ist.

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