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Jerome Boateng gehört zu den Stützen beim FC Bayern München. Dennoch warnt der Nationalspieler vor zu viel Euphorie. Zudem freut er sich auf sein 30. Länderspiel für den DFB.

München. Wenn Deutschland am Mittwochabend gegen Paraguay antritt, stehen die Chancen für Jerome Boateng nicht schlecht, dass er sein 30. Länderspiel im DFB-Dress absolvieren wird. Nun äußerte sich der 24-Jährige über sein eventuelles Mini-Jubiläum. Außerdem sprach er über den Guardiola-Hype beim FC Bayern München und die kleinen Defensivprobleme beim Rekordmeister.

Löw viel zu verdanken

"Ich habe Joachim Löw viel zu verdanken. Er hat mich schon früh zur Nationalmannschaft geholt und immer mitgenommen, obwohl ich noch sehr jung war. Er hat mir früh das Gefühl gegeben, dass ich ein fester Bestandteil des Teams bin, für meine Entwicklung war dieses Vertrauen sehr wertvoll. Der Bundestrainer und Hansi Flick waren immer sehr offen zu mir und haben mir gesagt, was sie von mir erwarten und woran ich noch arbeiten soll", erklärte Boateng im Interview mit dfb.de.

Länderspieldebüt 2010

Sein Länderspieldebüt feierte Boateng vor fast vier Jahren, beim 1:0-Sieg in Russland in der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika. Für ihn nicht nur wegen dieses Debüts unvergessen - der damals 21-Jährige flog nach einer gute Stunde mit Gelb-Rot vom Feld. Zum Glück besorgte Miroslav Klose bereits im ersten Durchgang den entscheidenden Treffer. Damals spielte Boateng noch für den Hamburger SV, nach einer Zwischenstation bei Manchester City, wechselte er 2011 dann zu den Bayern.



Guardiola-Hype ein Vorteil für die Spieler

Dort hat er mit Pep Guardiola nun den vielleicht aktuell begehrtesten Trainer der Welt als Übungsleiter. Seit Guardiola die Bayern im Sommer übernommen hat, kennt der Hype um den ehemaligen Barca-Coach keine Grenzen. "Der Hype um ihn ist nicht schlecht für uns Spieler. Er lädt sehr viel Last auf sich und schützt uns damit. Er hat uns ganz früh klar gemacht, dass er voll hinter uns steht, dass er uns schützen wird, wo immer er kann. Ich erlebe ihn als sehr kommunikativ, er legt großen Wert darauf, uns seine Philosophie genau zu erklären", so Boateng.

Guardiola "sprüht vor Tatendrang"

"Unter ihm macht das Training sehr viel Spaß, er sprüht vor Tatendrang, und mit seiner Begeisterung steckt er alle an", so Boateng weiter. Perfekt läuft es trotzdem noch nicht. Das erste Saisonspiel gegen Borussia Mönchengladbach offenbarte auch einige Probleme - besonders im Defensivverbund. "Für die Defensivspieler hat sich ein bisschen was geändert, wir haben jetzt andere Vorgaben. Ich finde aber, dass wir dabei auf einem guten Weg sind. Es ist zwar noch nicht perfekt, aber das kann es nach sechs Wochen auch noch gar nicht sein", analysiert Boateng die ersten Wochen.

Treffen mit Santa Cruz?

Gegen Paraguay könnte Boateng nun auf seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Roque Santa Cruz treffen. Die beiden spielten gemeinsam bei Manchester City. "Ein toller Typ mit sehr viel Humor. Dazu noch ein großartiger Stürmer", erinnert sich Boateng. Wenn Santa Cruz im direkten Duell auf Boateng treffen sollte, hat der Angreifer vielleicht schon nicht mehr allzu viel zu lachen.


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