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Eintracht Braunschweig: Nur Torsten Lieberknecht und die Fans sind schon erstligatauglich

Eintracht Braunschweig hat sich mit einer unglücklichen Niederlage in der Bundesliga zurückgemeldet. Trainer Torsten Lieberknecht versuchte, seine Mannschaft wieder aufzubauen.

Braunschweig. 93 Minuten lang reizte Torsten Lieberknecht jeden Quadratzentimeter seiner Coaching-Zone aus, er hüpfte, gestikulierte und schnitt wilde Grimassen. Nichts half, Neuling Eintracht Braunschweig musste nach 28 Jahren Bundesliga-Abstinenz bitteres Lehrgeld zahlen. Gegen den hochgradig verunsicherten und seit Februar sieglosen Nordrivalen Werder Bremen setzte es eine unnötige 0:1 (0:1)-Heimniederlage.

"Wir werden uns weiter stellen"

Erstligareif war dabei eigentlich nur, wie der Coach der Niedersachsen schon wenige Minuten nach der Partie wieder in den Fußballlehrer-Modus umgeschaltet hatte und die Stimmung bei den Fans und den Medien nach seinem Gusto zu beeinflussen suchte. "Das war doch absolut in Ordnung. Es war ein Lernprozess und kein Dämpfer. Ein solches Ergebnis tut weh, aber wir werden uns weiter stellen", sagte der 40-Jährige.

Junuzovics Stich ins Herz

Das mit dem Lernen muss bei den Norddeutschen allerdings ganz schnell gehen, wenn man nicht in der Tabelle frühzeitig den Anschluss verlieren will. Die beileibe nicht besseren, aber routinierteren Hanseaten nutzten eine der wenigen Deckungsschwächen der Platzherren zum Treffer des Tages, den der Österreicher Zlatko Junuzovic in der 82. Minute erzielte.

Schon früh unter Druck

Was die Liga-Novizen aus der Löwenstadt gegen Topklubs der Liga zu leisten imstande sind, müssen sie bereits am kommenden Sonntag als Gast des Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund unter Beweis stellen. Doch schon gegen biedere Bremer entsprangen die eigenen Torchancen eher dem Zufall, zudem fehlt in der Offensive Zweitliga-Torschützenkönig Domi Kumbela an allen Torraumecken und Strafraumenden.

Fans feiern trotzdem

Der Weg zum Klassenerhalt kann eigentlich nur über Heimsiege führen, an der Unterstützung des Publikums wird es in den kommenden Monaten dabei nicht mangeln. 23.000 Zuschauer im ausverkauften Eintracht-Stadion feierten die Niederlage gegen Bremen beinahe wie einen Nicht-Abstieg, und Sportdirektor Marc Arnold staunte nur noch: "Wahnsinn, dass ich fünf Spieler aus der Dusche holen und noch einmal zu den Fans schicken musste."

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