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FC Bayern München AG: Uli Hoeneß soll Aufsichtsratschef bleiben

Der Präsident des deutschen Rekordmeisters genießt weiterhin großes Vertrauen. Nur im Falle einer Gefängnisstrafe droht Uli Hoeneß sein Amt beim FC Bayern zu verlieren.

München. Uli Hoeneß soll weiterhin der Chef des Aufsichtsrates der FC Bayern München AG bleiben. Dank seiner Verdienste für den aktuellen Triplesieger dürfe er sein Amt im Falle einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung auch in Zukunft weiterhin ausführen.

Einzig eine Gefängnisstrafe könnte die Mitglieder des Kontrollgremiums laut Bild am Sonntag zum Umdenken bewegen. "Aus der Zelle kann er den Klub nicht leiten", teilte ein Aufsichtsratsmitglied mit. Eine Geld- oder Bewährungsstrafe hätte für seinen Posten aber keine Konsequenzen.

Vergleiche zu Ackermann

Auch während eines laufenden Gerichtsprozesses könne er seiner Arbeit nachgehen, bestätigte der Aufsichtsrat und verwies auf den Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Dieser habe "die Bank schließlich auch geführt, obwohl er im Mannesmann-Prozess wegen Untreueverdachts vor Gericht stand".

Bis heute ist jedoch nicht final entschieden, ob es überhaupt zu einer Verhandlung im Fall Hoeneß kommt. Eine solche Entscheidung über die Zulassung der Anklage wegen Steuerhinterziehung wird im frühesten Fall für September erwartet, berichtet die Bild am Sonntag weiter.

Neu Vorwürfe nicht stichhaltig


Weitere positive Nachrichten gab es für Hoeneß unterdessen von der Staatsanwaltschaft. Diese hält die kürzlich neu erhobenen Vorwürfe gegen ihn offensichtlich für nicht stichhaltig. "Es gibt kein neues Ermittlungsverfahren. Das Verfahren gegen Uli Hoeneß ist für die Staatsanwaltschaft München II mit der Klageerhebung abgeschlossen", sagte ein Sprecher dem Nachrichtenmagazin Focus.

Ein Hinweisgeber hatte am Donnerstag vorvergangener Woche Kontakt zu den Strafverfolgern aufgenommen und behauptet, Hoeneß habe weit höhere Summen in der Schweiz versteckt als zuvor angenommen.

Hoeneß bezeichnete dies als "absurde Unwahrheit" und veranlasste seinen Hamburger Anwalt Michael Nesselhauf, "gegen diesen Wahnsinn vorzugehen, eine Verleumdungsklage einzuleiten".

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