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Hamburgs Sportdirektor will nichts von Erpressung wissen und distanziert sich von "Störfeuer" Scharner.

Hamburg. Oliver Kreuzer hat sich gegen die Vorwürfe von Paul Scharner zur Wehr gesetzt. Der Sportdirektor des Hamburger SV begründet die Ausbootung des Innenverteidigers: Alles sei korrekt zugegangen. Scharner war vor wenigen Tagen per SMS über seine Versetzung in die zweite Mannschaft informiert worden.

"Von Erpressung oder ähnlichem möchte ich mich deutlich distanzieren", stellte Kreuzer gegenüber der Kreiszeitung dar. Scharner hatte zuletzt von "Erpressung" gesprochen, weil ihm zur Wahl gestellt wurde, den Verein entweder zu verlassen oder in Zukunft mit den Amateuren zu trainieren.

Begonnen hatte der Streit mit der Aussortierung Scharners zu Beginn der Vorbereitung: Der Österreicher beteuert, Trainer Thorsten Fink habe ihm zuvor mitgeteilt, dass er wieder eine Chance habe. Kreuzer dementiert: "Wir haben Paul vor längerer Zeit mitgeteilt, dass wir ohne ihn planen."

"Störfeuer" Scharner unerwünscht

Trotz der Absicht, den Innenverteidiger abzugeben, durfte Scharner bisher bei den Profis trainieren. Vergangene Woche sei dann die Entscheidung gefallen, den Kader auch im Training weiter auszudünnen. "Wir wollen uns jetzt komplett auf die Meisterschaft konzentrieren", so Kreuzer. "Störfeuer" wie Paul Scharner könne man daher nicht gebrauchen.

Auch die Äußerung Scharners, er könne auch "Krieg führen" oder auch seine Karriere beenden, wiegelte Kreuzer ab: "Man weiß ja, dass der Paul manchmal etwas anders tickt."

Paul Scharner war in der vergangenen Saison von West Bromwich Albion zum Hamburger SV gekommen, verletzte sich aber unmittelbar nach seinem Wechsel und verlor so den Kampf um die Stammplätze. Bei seinem Startelfdebüt am elften Spieltag gegen den SC Freibug (0:0) holte er sich prompt die Ampelkarte ab und wurde nach insgesamt nur vier Einsätzen im Winter an Wigan Athletic ausgeliehen.

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