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Arne Friedrich fordert eine normale Verhandlung für Uli Hoeneß, pocht aber auf eine zweite Chance für den Bayern-Boss: Eine überhastete öffentliche Verurteilung sei fehl am Platz.

München. Ende Juli erhob die Staatsanwaltschaft München gegen Uli Hoeneß Anklage wegen Steuerhinterziehung. In der "Zeit" reagierte Arne Friedrich verwundert, dass der Präsident von Bayern München längst im Gefängnis wäre, "wenn er keine Kaution gezahlt hätte."

Hoeneß habe "im karitativen Bereich sehr viel geleistet, überall hört man, er habe ein sehr großes Herz. Ich habe damit wirklich nicht gerechnet."

Allerdings, so Friedrich weiter, müsse man klar trennen: "Auf der einen Seite hat Hoeneß viele Steuern und Spenden gezahlt, in seinem Berufsleben vielen Menschen geholfen und den FC Bayern als Geschäftsmann unglaublich erfolgreich geführt. Davor ziehe ich meinen Hut."

Friedrich: "Kein Fußball-Bonus"

Andererseits habe Hoeneß eben Steuern hinterzogen: "Die Strafe für das eine darf mit dem anderen nichts zu tun haben. Das Gesetz sollte vor niemandem halt machen", so der 34-Jährige. "Er ist angeklagt und es ist ja klar, dass es für ihn richtig eng werden kann."

Dabei forderte der 91-fache Nationalspieler, dass es für Hoeneß keine Spezialbehandlung geben darf: "Das Gesetz soll für jeden gleich gelten und einen Fußball-Bonus darf es für niemanden geben. Was mir wichtig ist: Wer bestraft wurde oder wird, hat auf jeden Fall eine zweite Chance verdient."

"Irgendwann ist alles vorbei"

Letztlich wisse nur Hoeneß, was genau vorgefallen ist. "Man sollte abwarten, bevor man öffentlich urteilt", mahnte der ehemalige Abwehrspieler. Er selbst hat seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Ende Juni hatte er nach einem Jahr in der MLS das Ende seiner Laufbahn verkündet.

"Ich habe leider wieder Probleme mit meiner Bandscheibe bekommen, musste in Chicago kündigen und habe meine Karriere nun definitiv beendet. Irgendwann ist alles mal vorbei."

EURE MEINUNG: Soll Uli Hoeneß von der Staatsanwaltschaft anders behandelt werden?

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