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Ottmar Hitzfeld: "Der eine oder andere wird Bayern München noch verlassen"

Der ehemalige Trainer des FC Bayern München Ottmar Hitzfeld glaubt nicht, dass der große Kader der Bayern bei Laune gehalten werden kann und prognostiziert weitere Abgänge.

München. Ottmar Hitzfeld hat vor dem Bundesligastart am Freitag Probleme im Kader des Triple-Siegers FC Bayern München prognostiziert und rechnet daher noch mit Abgängen. Vor allem in der Champions League werde sich Trainer Pep Guardiola für eine Stammelf entscheiden müssen. In der Bundesliga könne man sich auf das Dauerthema Robert Lewandowski einstellen.

Im Interview mit der tz erklärte der Nationaltrainer der Schweiz seine Sorgen, was den Bayern-Kader angeht: "Zu viele Häuptlinge stellen nicht unbedingt die beste Mannschaft dar. Da sehe ich eine Gefahr." Deshalb sei er "überzeugt, dass bis zum Ende der zweiten Transferperiode der eine oder andere Spieler den Klub verlassen wird." Es sei kaum vorstellbar, dass ein so großer und qualitativ starker Kader über eine ganze Saison zufriedengestellt werden könne.

In der Liga könne das gelingen. Besonders wichtig seien für die Spieler aber die Ausscheidungsspiele in der Champions League. "Da muss der Trainer die Karten offen legen, da kann er niemanden mehr schonen", so Hitzfeld.

Bayern als Seriensieger?

Der ehemalige Bayern-Trainer traut dem Rekordmeister zu, als erste Mannschaft den Champions-League-Titel zu verteidigen. "Die Chance ist da", erklärte Hitzfeld und ging sogar noch einen Schritt weiter. "Überhaupt könnte ich mir vorstellen, dass Bayern und Dortmund dem FC Barcelona und Real Madrid in Europa den Rang ablaufen."

Den BVB sieht Hitzfeld als den einzigen Konkurrenten der Bayern um die Meisterschaft. "Sonst kann sie niemand gefährden. Startet Dortmund schlecht, ist die Liga früh entschieden", so der ehemaliger Trainer der Borussia, mit der er 1997 die Königsklasse gewonnen hatte.

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Der ausgebliebene Wechsel von Robert Lewandowski sei dagegen ein Thema, dass "uns die ganze Saison verfolgen wird", ist sich Hitzfeld sicher. Das Arbeitsverhältnis zwischen den Schwarz-Gelben und dem Polen sei unwiderruflich gestört. "So einen Riss kann man nicht mehr kitten."

Die Bayern eröffnen am Freitag um 20:30 Uhr die Saison gegen Borussia Mönchengladbach. Die Münchner peilen die 24. Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte in der 51. Bundesliga-Saison an.

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