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Sagt Werder und den HSV keine erfolgreiche Saison voraus: Kultkritiker Günter Netzer

Günter Netzer zu den Europaträumen des HSV: "Woher soll diese Hoffnung kommen?"

Sagt Werder und den HSV keine erfolgreiche Saison voraus: Kultkritiker Günter Netzer

Während Günter Netzer dem Hamburger SV die Europa League nicht zutraut, ist er über Julian Draxler begeistert. Zudem prophezeit Netzer Werder Bremen keine Erfolgsgeschichte.

Köln. Keine guten Prognosen für die beiden Nord-Klubs: Für Günter Netzer ist die Europa League eine Nummer zu groß für den Hamburger SV, dem SV Werder Bremen prophezeit er derweil trotz des neuen Trainers Robin Dutt für die kommende Saison keine Erfolge.

Für Julian Draxler hat er dagegen viel Lob übrig, will ihn aber nicht zu viel Druck aufbürden: "Es ist hoch erfreulich, zu sehen, wie dieser Junge Fußball spielt und wie er mit dem Ruhm umgeht. Er steht hoffentlich am Anfang einer großen Karriere", so Netzer in der Bild am Sonntag und fügt an: "Trotzdem wird das noch ein langer Weg sein. Man darf dem Jungen nicht zu viel aufbürden. Er kann einiges bewirken, aber es wäre absurd zu glauben, er könne allein dafür sorgen, dass Schalke auf Augenhöhe mit Bayern und Dortmund um den Titel kämpft."

Hoffnungsloser HSV

Geht es nach Günter Netzer hat sich der HSV mit der Europa League zu hohe Ziele gesetzt. "Woher soll diese Hoffnung kommen? Die Mannschaft hatte im Vorjahr hohe Defizite, hat sich zu selten als echte Mannschaft präsentiert. Und es gibt beim HSV einfach zu viele Querelen, er kommt nicht zu Ruhe", unterstreicht der Europameister von '72.

Für ihn ist die Lücke zwischen Ziele und Wirklichkeit beim HSV einfach zu groß. "Daher kann man sich nicht auf seine Kernaufgaben konzentrieren, nämlich in der Bundesliga oben dabei zu sein, wirtschaftlich und strategisch seriös zu arbeiten. Es war ein Trauerspiel in den letzten Jahren. Der HSV muss endlich darauf vertrauen, was diese Stadt, diese Fanbasis hergeben", garantiert Netzer.

Werder vor Zerreißprbe

Für Werder Bremen gibt es vom Weltmeister von 1974 für die anstehende Saison auch keine gute Prognose. "Ich hoffe, dass niemand in Bremen glaubt, durch einen neuen Trainer würde plötzlich alles besser. Thomas Schaaf hat bis zuletzt hervorragende Arbeit abgeliefert. Das muss der Neue erst mal unter Beweis stellen", stellt Netzer klar und verweist dabei auf den neuen Werder-Trainer Robin Dutt. Hinzu komme, dass Bremen mit de Bruyne (Chelsea) und Sokratis (Dortmund) "wichtige Leistungsträger verloren hat".

"Daher", betont Netzer, "kann ich im Moment leider keine Erfolgsgeschichte prophezeien".

EURE MEINUNG: Ist dem HSV wirklich nicht die Europa League zuzutrauen? Und landet Werder wieder im Abstiegskampf?

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