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Für Günter Netzer bleiben der FC Bayern und Borussia Dortmund das Nonplusultra. Der FCB stehe vor einer Herausforderung und Robert Lewandowski müsse sich endlich zusammenreißen.

Köln. Geht es nach Günter Netzer kommt auch in der nächsten Saison nach den FC Bayern München und Borussia Dortmund lange kein Bundesligist. Während der FCB mit seinem neuen Trainer Pep Guardiola und dessen neuen Vorgaben vor einer Herausforderung steht, müsse sich Robert Lewandowski endlich zusammenreißen damit der BVB die Bayern ernsthaft verfolgen kann.

"Die Bayern haben einen Kader und einen Trainer, wie es das in der Geschichte des Klubs nie gab. Das befähigt sie, wieder große Erfolge anzustreben. Daher sehe ich Bayern auch in diesem Jahr ganz vorn und der BVB wird der größte Gegner sein – und ich sehe niemanden sonst, der da mithalten kann", so Netzer in seiner sonntäglichen Kolumne für die Bild am Sonntag.

FCB vor Herausforderung

Bezüglich der Debatte um Pep Guardiola, der durch seine neuen Vorgaben funktionierende Abläufe beim FCB infrage stellt, besitzt Netzer eine klare Meinung: "Es wird nichts infrage gestellt – der Horizont wird erweitert. Es werden geistig höhere Anforderungen gestellt. Die Spieler müssen sich mit ihrem Beruf neu auseinandersetzen und sich neuen Vorgaben stellen, die eben nicht einseitig sind, sondern ausgesprochen mannigfaltig", konstatiert Netzer.

Er verneint das Motto "Never change a winning team" und wittert dabei eine Chance für den FCB. "Die Bayern-Profis werden gerade auf eine Art und Weise gefordert, wie sie vielleicht noch nie gefordert worden sind. Guardiola entwirft dabei kein Chaos – das ist ganz gezielt angewandt. Er probiert jetzt seine Ideen aus und von einigen sind selbst die Spieler überrascht. Es gibt Vorgaben und Regeln, die unverrückbar sind. Das ist einfach seine Art eine Mannschaft zu führen: voller Überraschungen", betont der Weltmeister von '74.

"Am Ende", garantiert Netzer, "wird ein funktionierendes System stehen. Denn Guardiola handelt nicht gegen den Willen der Spieler. Er wird sie nach ihren Fähigkeiten und Talenten einsetzen und sie nicht verbiegen".

Lewandowski muss sich professionell verhalten

Damit diese Über-Bayern auch nicht konkurrenzlos bleiben, müsse sich das interne Verhältnis zwischen den BVB und Robert Lewandowski schleunigst verbessern. "Es ist unbedingt notwendig für den BVB, mit Lewandowski eine professionelle Basis zu finden , denn er besitzt eine enorme Wichtigkeit für den Verein und ich schätze ihn sehr. Dortmund braucht ihn, um die Bayern ernsthaft verfolgen zu können", unterstreicht der 37-fache Nationalspieler.

Netzer fordert vom BVB-Stürmer "sich endlich professionell zu verhalten". Ferner soll Lewandowski sich an seine "vertragliche Verpflichtung erinnern, die er durch seine Unterschrift gegenüber Borussia eingegangen ist". Dass der abwanderungswillige BVB-Stürmer zuletzt mit Motivationsproblemen im Laufe der kommenden Saison drohte, kann Netzer nicht tolerieren. "Das hilft ihm persönlich nicht weiter und schadet seiner Reputation. Er muss die Realität akzeptieren und die heißt Borussia Dortmund", resümiert Netzer.

EURE MEINUNG: Gebt Ihr Netzer hinsichtlich seiner Aussagen gegenüber Pep & den FCB Recht? Ist Pep eine echte Chance für die Bayern?

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